Springer bekennt sich zum Grosso-System
Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz der Axel Springer AG am Mittwoch, 10. März, äußerte sich der Vorstand des Medienkonzerns auch zu dem aktuellen Grosso-Streit. Rudolf Knepper, stellvertretender Vorstandsvorsitzender sowie Vorstand Technik und Logistik, betonte: "Wir bekennen uns eindeutig zum deutschen Grosso-System. Wir zerschlagen doch kein erfolgreiches System, das wir selbst mit aufgebaut haben. Ich weiß, wovon ich spreche. Ich bin seit 37 Jahren dabei." Zu dem Vorgehen von Bauer wolle Springer laut Knepper jedoch nicht Stellung nehmen. Ergänzend dazu versuchte Dr. Andreas Wiele, Vorstand Bild-Gruppe, diejenigen zu beruhigen, die einen Zusammenbruch des Systems befürchten. Er sei sich sicher, so Wiele, "dass wir in 20 Jahren noch das gleiche System haben wie heute."
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Glückliche Radiomacher - Media-Analyse bescheinigt den meisten Zuwächse
Fast nur Gewinner feiert die diesjährige Frühjahrs-Media-Analyse. Selbst die Dickschiffe können in der MA 2010 Radio I weiter zulegen, wie etwa der Reichweitensieger radio NRW. Der sattelt sechs Prozent obendrauf - auf 1,544 Millionen Hörer in der Durchschnittsstunde (6-18 Uhr, montags bis samstags). Im bayerischen Wettkampf um die Spitzenposition hat Antenne Bayern diesmal die Nase vorn. Die Privatfunker erreichten 1,211 Mio. Hörer, die öffentlich-rechtliche Konkurrenz von Bayern 1 immerhin 1,145 Mio. Hörer. Dahinter positionieren sich SWR3 mit 1,074 Mio. (+77.000) und WDR2 mit 966.000 (+127.000). Die größten Zugewinne kann 1Live vom WDR mit 162.000 Hörern vorlegen. Das junge Radio kommt auf 947.000 Hörer. Auf den weiteren Plätzen folgen MDR1 mit 842.000 (+46.000) und WDR4 mit 786.000 (-12.000).
Mit der Sonne um die Wette strahlten am Mittwoch die Radiomacher der Hauptstadtregion. Nachdem noch vor einem Jahr fast alle zu den Verlierern zählten und an der Methodik heftig zweifelten, weisen nun fast alle ein Plus aus. In der Gesamtregion Berlin-Brandenburg siegt wie in der letzten MA die öffentlich-rechtliche Welle Antenne Brandenburg mit 248.000 Hörern vor der privaten Konkurrenz von BB Radio mit 193.000. In Berlin selbst steht 104.6 RTL Radio mit 97.000 Hörern vorn. Geschäftsführer Stephan Schmitter führt den Erfolg vor allem auf die erfolgreiche und konstante Morgenschiene mit Moderator Arno Müller zurück. Der feiert in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum. Vor allem freut Schmitter, dass Müller auch bei der werberelevanten jüngeren Zielgruppe für ein ordentliches Plus sorgt.
Mit der MA Radio 2010/I wurden erstmals auch die deutschsprachigen Nicht-EU-Ausländer erfasst, wodurch sich die Grundgesamtheit der Befragten um 5,4 Prozent auf 73,7 Millionen Menschen erhöht hat. Allerdings dürfte das Plus der meisten nicht auf die zusätzlich Befragten zurück zu führen sein, so Norbert Rüdell, Pressesprecher des Vermarkters AS&S. Vielmehr sprächen die Zahlen für die Attraktivität des Werbeträgers. Die Hörer verbringen sogar noch mehr Zeit mit dem Radio, so die MA. Im Schnitt bleiben die Radiohörer nunmehr täglich mehr als vier Stunden dran (Verweildauer von 244 Minuten). Hörer unter 30 Jahren verbringen sieben Minuten täglich mehr mit Radio (+ 3,7 Prozent) und bleiben damit 194 Minuten dran. Die Jugendlichen zwischen zehn und 19 Jahren weiten ihre Verweildauer gar um neun Minuten auf nunmehr 135 Minuten aus (+ 7,1 Prozent). Beim Vergleich zum Vorjahr (MA 2009/ I) zeigt sich laut MA bei den ganz Jungen sogar ein Plus um 18 Minuten oder 15,4 Prozent.
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Axel Springer bleibt 2009 profitabel
Die Axel Springer AG bleibt, trotz Krisenjahr, im Jahr 2009 profitabel. Der Konzernumsatz und das um Sondereffekte und Kaufpreisallokationen bereinigte Ergebnis von Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) lagen erwartungsgemäß unter den hohen Werten von 2008. Der Konzern erreichte jedoch trotz eines Umsatzrückgangs um 4,3 Prozent eine EBITDA-Rendite von 12,8 Prozent. Vorstand und Aufsichtsrat werden auf der Hauptversammlung die Ausschüttung einer stabilen Dividende von Euro 4,40 je Aktie vorschlagen. Was die Belastungen bei den Printmedien teilweise ausglich, waren die wachsenden Erlöse und die Verdopplung des Ergebnisses im Segment der digitalen Medien. Zudem konnte Springer seine Nettoverschuldung weiter reduzieren. Eine ebenfalls positive Meldung des Unternehmens: Die Mitarbeiterzahl stieg leicht von 10.666 auf 10.740 Angestellten an. |
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Menso Heyl wird neuer "Yacht"-Herausgeber
Menso Heyl (60), von 2001 bis 2008 Chefredakteur beim Hamburger Abendblatt, ist seit Anfang März Herausgeber des Segelmagazins Yacht (Delius Klasing). Er tritt die Nachfolge von Jörn Bock (60) an, der die Position seit 2001 bekleidete und hier seit 1979 als Redakteur tätig war. Bock wechselte im Herbst 2009 als Marketingleiter zur HanseYachts AG in Greifswald. |
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