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GEO im goldenen Design


Zur Feier des Tages erscheint die aktuelle Ausgabe der GEO mit einem goldfarbenen Cover. Die 482. Ausgabe ist die Jubiläumsausgabe des Unternehmens, das seinen 40. Geburtstag feiert.

Die GEO-Redaktion schrieb noch in der ersten Ausgabe vor 40 Jahren: „Wir wollen in einer Zeit, die voll von rassistischen, ideologischen und nationalistischen Verkrampfungen ist, Sympathie für das Fremde wecken.“ Das ist dem Magazin, 1976 als Kind des STERN gestartet, gelungen. GEO nahm und nimmt die Leser mit auf eine Reise. Es wird nicht nur von technischen Entwicklungen berichtet, die GEO-Redaktion nimmt die Leser auch immer wieder auf visuelle Entdeckungsreisen auf unterschiedliche Kontinente mit und rückt mitunter politische Themen in den Vordergrund.

Die Jubiläumsausgabe bietet den Lesern erneut ein breites Themenspektrum. Von einem außergewöhnlichen Blick in die Tierwelt, über einen Besuch bei den Anwälten der Menschlichkeit, bis hin zu einem Bericht über raffinierte Krebstherapien und eine Expedition in die Höhlensysteme der Tepui in Venezuela. Der Fotograf Levon Biss benötigt bis zu 10. 000 Einzelaufnahmen, um ein Insekt in der Optik auf die Größe eines Riesen heranwachsen zu lassen. So wurden Blattkäfer, Schwebfliege und weitere Artgenossen bisher noch nie gesehen. Ein indischer Schlosser, ein thailändischer Jurist, eine kolumbianische Müllsammlerin und zwei weitere Personen setzen sich für die Gerechtigkeit ein. Forscher nehmen die Leser mit auf eine Reise in die bislang noch unerforschten Anderswelten der Tafelberge von Südamerika. Abgerundet wird die Jubiläumsausgabe mit 32 zusätzlichen Seiten sowie einem Gewinnspiel.

Anlässlich des runden Geburtstages hat GEO außerdem eine repräsentative Umfrage gestartet, die sich mit den Lebensträumen der Deutschen befasst. Die Ergebnisse werden in der Ausgabe abgebildet. Nur so viel: Eine glückliche Beziehung belegt noch vor dem Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit den obersten Platz.

Christoph Kucklick, Chefredakteur GEO, sagt: „Mit der hoffnungsfrohen Jubiläumsausgabe möchten wir uns bei unseren Leserinnen und Lesern bedanken. Sie ist gleichzeitig unser Versprechen, das Motto ‚Die Welt mit anderen Augen sehen’ weiterhin mit Leben zu füllen und durch unsere Geschichten ungewöhnliche Perspektiven und verblüffende Erkenntnisse zu bieten. In diesem Sinne freuen wir uns auf die nächsten Jahrzehnte.“

Aktuell wird das GEO von 3, 32 Millionen Menschen gelesen und ist damit das reichweitenstärkste frei verkäufliche Monatsmagazin in Deutschland.

Die 192 Seiten starke Jubiläumsausgabe erscheint am 21. Oktober für einen Copypreis von 7 Euro am Kiosk. (ah)

Vice gründet TV-Sender in Deutschland

Der Gründer und Chef des amerikanischen Medienkonzerns Vice, Shane Smith, will innerhalb der kommenden 12 Monate einen eigenen TV-Sender in Deutschland starten, berichtet DIE ZEIT. In Amerika und Großbritannien ist der neue Sender namens Viceland schon on air. Der Konzern Vice ist mit Disney liiert.

Smith hält die die Berichterstattung in den traditionellen Medien für überholt, zu kritisch und zu negativ. Dabei entwickelten sich Gesundheit oder Bildung positiv, und auch Themen wie soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz interessierten die Jugend. Etablierte Medien wie die New York Times hätten es verpasst, die jungen Leute für sich zu gewinnen. Das wolle Vice besser machen. (go)
 

RMS Roadshow im November

Die neuen Entwicklungen im Audiomarkt stellt Audio-Vermarkter RMS auf einer Roadshow durch fünf Agenturstädte vor. Tenor: Nutzer hören Radio heute über analoge wie digitale Kanäle, vom Autoradio bis zum Smartphone. Die gezielte Auswahl der Kanäle und Programme schafft ein akzeptiertes Werbeumfeld. In Vorträgen und Kampagnenbeispielen zeigt RMS, wie konvergente Kampagnen geplant und gemessen werden können, und welchen ROI sie erbringen. (go)
Hier die Termine im Überblick:

 8. November 2016: München, Upside East
15. November 2016: Hamburg, Elbdeck
17. November 2016: Düsseldorf, Hyatt Regency
22. November 2016: Frankfurt, Palais Frankfurt
29. November 2016: Berlin, Humboldt-Box

Deutscher Radiopreis – Gewinner und Ausblick

Am 6. Oktober wurde der Deutsche Radiopreis zum siebten Mal verliehen. Seit 2010 zeichnen die ARD, Deutschlandradio und die privaten Radiosender in Deutschland Hörfunkprogramme in zehn Kategorien aus. Bewertet werden die journalistische Leistung und das emotionale Erlebnis des Programms. Die Federführung für die Organisation des Deutschen Radiopreises liegt beim NDR. Unterstützt wird der bundesweit ausgerichtete Preis von der Freien und Hansestadt Hamburg. Kooperationspartner sind die Radiozentrale, eine Plattform privater und öffentlich-rechtlicher Sender, sowie die Radio-Vermarkter AS&S Radio und RMS und das Grimme-Institut.

Die Preisträger 2016 finden Sie unten (mit gekürzten Jury-Begründungen). Eine Neuheit für 2017 verkündete Moderatorin Barbara Schöneberger am Ende der Show: 2017 wird die Gala einmalig in der Elbphilharmonie Hamburg stattfinden. 2018 kehrt der Event dann wieder in den Schuppen 52 in den Hamburger Hafen zurück. (go)

 

Beste Comedy: Steffen Lukas und Henry Nowak mit ihren sächsischen Parodien bekannter Songs, den „RADIO PSR Sachsensongs“. Begründung der Jury: „Treffsicher, pointiert und mit Geschichten aus dem Leben.“

Beste Innovation: DASDING mit „Sido - Die Wiese vor dem Reichstag“. Simon Dreidoppel und Stefanie Schäfer. Begründung der Jury: „Konsequentes Crowdsourcing, toll gemacht, Heimat mal ohne nostalgisch schwermütige Aura, fantastisch umgesetzt fürs Radio.“

Bestes Interview: „WDR 2 MonTalk mit Thomas Gottschalk“. Steffi Neu und Vera Laudahn von WDR 2. Begründung der Jury: „Im MonTalk mit Thomas Gottschalk ist es Moderatorin Steffi Neu von WDR 2 gelungen, mit einem prominenten Gast auf Augenhöhe zu sprechen und das mit ebenso viel Witz, wie auch tiefgehenden Momenten.“

Beste Moderatorin: Simone Panteleit vom Berliner Rundfunk 91.4. Sie moderiert „Unsere 5 für Berlin“. Begründung der Jury: „Von einer Moderatorin wie ihr lässt man sich gern wecken. Simone Panteleit vermittelt ihren Hörern das Gefühl, den Morgen im Griff zu haben.“

Bester Moderator: Jascha Habeck von hr-iNFO. Begründung der Jury: „Interviews auf Augenhöhe und eine prägnante, verbindliche Art, die ebenso witzig wie spontan rüber kommt, zeichnen Jascha Habeck aus.“

Beste Morgensendung: „Arno & die Morgencrew“ von 104.6 RTL Berlins Hit-Radio mit Arno Müller und Katja Desens. Nach 2014 „Arno & die Morgencrew – Berlins lustigste Morgensendung". Begründung der Jury: „25 Jahre top Niveau - 'Arno und die Morgencrew'. Neben einer Riesenportion Spaß stehen oft kreativ aufbereitete Infos und Service aus Berlin und Brandenburg im Mittelpunkt der Show und machen 'Arno und die Morgencrew' zu einer der besten Morgensendungen Deutschlands.“

Bestes Nachrichten- & Informationsformat: „NDR Info - Die Panama Papers“. Adrian Feuerbacher und Benedikt Strunz. Begründung der Jury: „Ein anonymer Informant spielt 11,5 Millionen Dokumente über 214.000 Briefkastenfirmen der Süddeutschen Zeitung zu. Fast 400 Journalisten aus der ganzen Welt werten die Panama Papers aus - in Deutschland bei NDR, WDR und SZ. Die NDR Info Reporter Peter Hornung, Kersten Mügge und Benedikt Strunz analysieren ein Jahr lang die Unterlagen und recherchieren weiter. Allein in den ersten Tagen der Veröffentlichung beliefert NDR Info alle Radiosender der ARD mit fast 200 Beiträgen - seriös, abgewogen im Urteil und höchst informativ.“

Bester Newcomer: Carolin Kuhn von 100'5 Spreeradio. Begründung der Jury: „Carolin Kuhn ist gerade mal seit drei Jahren in Berlin on air. In kürzester Zeit hat sie sich mit 'Endlich Samstag, Samstag' in die Herzen der Hörer von 105‘5 Spreeradio moderiert. Der Jury gefällt, wie sie es schafft, nahe zu sein, ohne zu nahe zu treten.“

Beste Programmaktion: „Hamburger Radiobündnis gegen Fremdenhass - für Toleranz und Mitmenschlichkeit“. Damit würdigt die Jury die Zusammenarbeit von Radio Hamburg, HAMBURG ZWEI, alsterradio rock'n pop, NDR 2, NDR 90,3, N-JOY, 917XFM und Radio ENERGY. Begründung der Jury: „Am 12. September 2015 um 12.00 Uhr unterbrechen acht Hamburger Radiowellen ihre laufenden Programme und verlesen zeitgleich einen gemeinsamen Text gegen Hetze, Hass und Gewalt und für ein demokratisches und vielfältiges Miteinander. Aus der Idee eines Radiohörers erwächst eine Botschaft, die viele Tausend Menschen - auch in den sozialen Netzwerken - erreicht und bewegt...“

Beste Reportage: DRadio Wissen mit „Danke. Ciao!“ Dominik Schottner. Begründung der Jury: „Dominik Schottner begibt sich auf Spurensuche im Leben seines Vaters, der 2014 an seiner Alkoholkrankheit gestorben ist.“

Beste Sendung: „Die Hans Blomberg Show“ bei RTL Deutschlands Hit-Radio. Hans Blomberg. Begründung der Jury: „Eine klassische Popsendung mit allen bekannten Zutaten, aber so frisch, frech und unterhaltsam serviert, dass sie positiv heraussticht.“

Sonderpreis des Beirats: Sting. Der Beirat des Radiopreises ehrt in diesem Jahr den britischen Musiker Sting mit einem Sonderpreis für sein musikalisches Gesamtwerk.

TÜV NORD GROUP startet mit digitalem Magazin


Um die aktuellen Themen und Trends des Unternehmens einer breiten Öffentlichkeit noch besser erklären zu können, hat die TÜV NORD GROUP das digitale Magazin #explore entwickelt. Das informative Magazin, das in Zusammenarbeit mit TEMPUS CORPORATE, einem Unternehmen des ZEIT Verlags, entwickelt wurde, wird zukünftig in Englisch und Deutsch angeboten und deckt eine breite Themenvielfalt ab. Sven Ulbrich, Leiter Konzern-Kommunikation der TÜV NORD GROUP, äußert sich dazu: „Mit der Umsetzung dieses Online-Magazins in Zusammenarbeit mit TEMPUS CORPORATE, schärfen wir unsere Visitenkarte im Netz und unterstützen unsere Social Media-Angebote.“ In der Auftaktausgabe erfahren die Leser, wie TÜV NORD hinter den Kulissen des neuen Tagesschau-Studios gewirkt hat, was ‚gute Hacker’ im Sinn haben, wie vernetzte Fahrzeuge künftig frühzeitig auf Gefahren reagieren können und warum Gehirnjogging-Programme nicht viel bringen. Chris Höfner, Leiterin Digitale Medien bei TEMPUS CORPORATE, ergänzt, mit #explore gelinge es, die technisierte Welt von Morgen mittels journalistischer Formate greifbar zu machen. (ah)
 

Junges Angebot startet als funk

 

Mit mehr als 40 Formaten startet das junge Angebot von ARD und ZDF unter dem Namen funk am 1. Oktober. Rund 90 Prozent der Formate seien neu, selbst wenn deren Macher schon durch andere Formate auf YouTube oder Facebook bekannt seien. Die soll es in vielen Fällen weiter geben. Die neuen und stark subjektiven Angebote orientieren sich an den drei Nutzerbedürfnissen: Informieren, Orientieren und Unterhalten. funk versteht sich als Content-Netzwerk, wobei die Inhalte neben YouTube und Facebook auch auf Instagram, Snapchat sowie weiteren sozialen Plattformen zu finden sind. funk-Geschäftsführer Florian Hager sagte bei der Vorstellung am Donnerstag in Berlin, sie seien an „möglichst langlaufenden Formaten“ interessiert. Die Macher könnten jetzt zumeist regelmäßig publizieren. Oftmals gibt es Kooperationen, so sind die „Jäger & Sammler“ bei Frontal 21 angebunden. Ein Austausch mit der ZDF-Sendung ist nicht angedacht.

Derzeit werde bereits an 30 weiteren Formaten gearbeitet. Die Zielgruppe wurde in vier Gruppen unterteilt: 14 bis 16 Jahre, 17 bis 19 Jahre, 20 bis 24 Jahre und 25 bis 29 Jahre. In der funk App (go.funk.net/app) sind außerdem Lizenzserien zu sehen.

Das junge Angebot von ARD und ZDF ist mit einem Jahresetat von 45 Millionen Euro ausgestattet. Als letztes Landesparlament hat der Landtag von Schleswig-Holstein vergangene Woche zugestimmt. Mit dem Start von funk werden die Digitalkanäle EinsPlus und ZDFkultur abgeschaltet. (gp)
 

Relaunch von businessinsider.com


Prisma Media hat den Lizenzzuschlag für den Betrieb der Wirtschaftsnachrichten-Website Businessinsider.com in Frankreich erhalten. Das Unternehmen hat die Website gelauncht und aktuell die französische Version businessinsider.fr freigeschaltet. Mit der Business Newsseite werden in Frankreich junge aktive Zielgruppen mit hohem Community-Potenzial erreicht. Die Inhalte der Website sind eine redaktionelle Mischung von Inhalten der Mutterseite und eigens für die französische Version generierten Beiträgen. Gwendoline Michaelis, Geschäftsführerin des Verlagsbereichs Premium von Prisma Media, sagt dazu: „Business Insider bietet einen pointierten und globalen Zugang zu Wirtschaftsthemen – und das zu einem hohen Anteil über Social Media.“ (ah)
 

Döpfner: „Auswahl und verantwortliche Absenderschaft gehört in unser Hände“

„Wir brauchen eine neue europäische Medienpolitik“, forderte der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Mathias Döpfner. „Das ist die Grundlage für alles“, so Döpfner am ersten Tag des Zeitungskongresses in Berlin auch zu dem von der EU-Kommission vorgelegten Entwurf eines neuen Urheberrechts. Journalismus müsse ein einträgliches Geschäftsmodell bleiben. Das aktuelle Recht biete keinen fairen Ausgleich für die Verlage.

Döpfner, der eine statt einer halben Stunde auf dem Kongress sprach, nannte Social Distribution ein wichtiges Feld für den BDZV. Das dürfe nicht Facebook und Co. überlassen werden, worin ihn auch der EU-Kommissar für digitale Wirtschaft, Günther Oettinger bestärkte. Das Geschäftsmodell der Verleger sei in Gefahr, so Oettinger.

Die „Auswahl und verantwortliche Absenderschaft gehört in unsere Hände“, sagte Döpfner. Facebook und Co. sollten wie Telekommunikationsunternehmen betrachtet und wie Grossisten behandelt werden. „ViSdP - das ist unsere Verantwortung!“ Die Qualität der Inhalte werde immer wichtiger. Gebraucht würden die Zeitungsinhalte nur so und so lange, „wie unsere Leser unsere Beiträge lesen wollen“. Deshalb „müssen wir relevant sein“.

„Wir wollen nicht systemrelevant wie Banken sein, sondern relevant für das System“, so der Springer-Vorstandsvorsitzende und BDZV-Präsident weiter. Die Verleger wollten den Wandel in der Digitalisierung aus eigener Kraft schaffen. Gewinn sei nicht alles, aber ohne Gewinn sei alles nichts, sagte er. Döpfner kokettierte in seiner ersten großen Rede in neuer Funktion: „Wir können nicht über Wasser gehen. Wir können nur mit Wasser kochen“. Der Verband solle ein Kompetenzzentrum für Digitalisierung werden. Er mahnte die Kollegen, Fehler einzugestehen und in „aufgeregten Zeiten einen unaufgeregten Journalismus zu bieten“. Eingestandene Fehler rechtfertigten nicht den Vorwurf Lügenpresse, sagte Döpfner auf dem Zeitungskongress, der sich später noch speziell diesem Thema widmete. (gp)
 

Helmut Heinen: Mehrwertsteuer bleibt ein dickes Brett

Helmut Heinen, 16 Jahre lang Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), ist „noch immer erbittert über den Ausgang der Auseinandersetzungen zum Mindestlohn“.
Er wolle das nicht noch einmal alles aufrühren, sagte er in einem Interview mit dem text intern. „Aber es gehört zu den Merkwürdigkeiten der Politik, dass eine vom Bundesarbeitsministerium entwickelte und unterschriftsreife Regelung, die Zustellern wie Zeitungen ein Stück weit entgegengekommen wäre, buchstäblich in letzter Minute aus sachfremden Erwägungen im Bundestag verhindert wurde. Ja, es gab für die Zeitungen als praktisch einzige Branche eine befristete Ausnahme, aber das hätte anders und besser gelöst werden können und sollen.“

Heinen, Herausgeber der Kölnischen Rundschau, sagte weiter: „So oder so ist die Mehrwertsteuer ein dickes Brett, an dem wir weiter bohren werden.“ Die Mehrwertsteuer auf Presseprodukte sei sein Herzensthema. „Aus Artikel 5 unseres Grundgesetzes ist nicht abzuleiten, dass auf den Verkauf von Zeitungen als gedruckte Information eine Steuer erhoben wird. Noch schräger wird es, wenn die gleichen Inhalte digital mit 19 Prozent belegt werden, die gedruckt mit dem reduzierten Steuersatz verkauft werden. Das zumindest sieht inzwischen nicht nur die Bundesregierung, sondern erfreulicherweise auch die EU so.“

Außerdem kritisierte Heinen erneut die „uferlos wachsenden“ Online-Angebote der Öffentlich-Rechtlichen. Er sei der „festen Überzeugung, dass die nach wie vor ungebremsten digitalen Aktivitäten von ARD, ZDF und Deutschlandfunk dem privat organisierten Pressemarkt mittelfristig sogar ganz erheblich schaden werden. Damit wir uns recht verstehen: Ich bin ein Freund des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Ich halte ihn – wie die freie Presse – für systemrelevant in unserer demokratisch verfassten Gesellschaft, allerdings nicht mit all den uferlos wachsenden digitalen Kanälen, Angeboten, Ausbuchtungen bis hin zur öffentlich-rechtlichen Online-Zeitung in den nach wie vor ungeheuer textlastigen Apps.“

Das vollständige Interview lesen Sei in der aktuellen Ausgabe von text intern.
(gp)
 

Verbesserte Abbildung von Facebook Instant Articles

 

Die Markt-Media-Studie der AGOF (Arbeitsgemeinschaft Online Forschung) entwickelt laufend neue Forschungsmethoden, um die digitale Medien-Nutzung in den 'digital facts' abzubilden -für eine valide Planungsgrundlage.

Die aktuelle Entwicklung gilt den Facebook Instant Articles. Diese werden seit ihrer Einführung Anfang 2016 von der AGOF erfasst und in den Reichweiten der digital facts ausgewiesen, jedoch bis jetzt mit Unschärfen. Über Instant Articles können Medien ihre Artikel direkt in Facebook veröffentlichen. Dabei wird nach Anklicken eines Instant-Article-Links in Facebook die mobil optimierte Webseite des jeweiligen Angebots geöffnet, jedoch nicht im Standardbrowser des genutzten Smartphones oder Tablets, sondern in einem separaten Facebook-Browser.

Um die Nutzung und Reichweite der Instant Articles vollständig in den digital facts abzubilden, hat die AGOF ihr Multi-Client-Modell angepasst, das zur Ermittlung der Unique User im Rahmen des mehrstufigen Multi-Methoden-Modells eingesetzt wird. In diesem Modell, das eine definierte Anzahl an Browser-Clients pro Nutzer berücksichtigt, wird ab sofort der Facebook-Browser gesondert berücksichtigt und verarbeitet, um eine Reichweitenunterschätzung zu vermeiden. Diese Anpassung ist ab sofort wirksam.
Insgesamt waren in den letzten drei Monaten rund 76 Prozent (rund 53 Millionen) Menschen in Deutschland ab 14 Jahre im Netz. Rund 97 Prozent davon haben stationäre Angebote genutzt, rund 73 Prozent haben mobile Websites oder Apps abgerufen.  (go)

 

Digitales Reichweitenranking Unique User
T-Online: Reichweite von 27,41 Millionen Unique Usern (52 Prozent)
Web.de : 19,97 Millionen(37,9 Prozent)
gutefrage.net: 19,79 Millionen (37,5 Prozent)
eBay.de: 19,73 Millionen (37,4 Prozent)
BILD.de: 19,16 Millionen (36,3 Prozent)
FOCUS Online: 18,78 Millionen (35,6 Prozent)
SPIEGEL ONLINE: 18,46 Millionen (35,0 Prozent)
Wetter.com: 17,9 Millionen (32,4 Prozent)
Die Welt: 16,39 Millionen (31,1 Prozent)
Chip: 15,76 Millionen (29,9 Prozent)

Vermarkter-Ranking Juni 2016
InteractiveMedia: 36,03 Millionen Unique Usern (68,3 Prozent)
United Internet Media: 35,53 Millionen (67,4 Prozent)
Media Impact: 34,97 Millionen (66,3 Prozent)
Ströer Digital: 33,60 Millionen (63,7 Prozent)
SevenOne Media: 32,67 Millionen (62,0 Prozent)
BurdaForward: 31,54 Millionen (59,8 Prozent)
OMS: 30,09 Millionen (57,1 Prozent)
IP Deutschland: 28,10 Millionen (53,3 Prozent)
G+J e|MS: 27,00 Millionen (51,2 Prozent)
eBay Advertising Group Deutschland: 24,26 Millionen (46,0 Prozent) 

 

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