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Mut zur Veränderung – wir brauchen jetzt eine digitale Medienordnung!“

 

Sie halten sich im Hintergrund, bestimmen jedoch, was wir auf unseren Displays sehen: Algorithmen und Künstliche Intelligenz. Intermediäre wie Google, Facebook und Twitter haben ihren Einsatz zu ihrem Geschäftsmodell erklärt. Beim DLM-Symposium (Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten) am 19. April 2018 in Berlin wurde diskutiert, wie eine digitale Medienordnung gestaltet werden muss, um diesen Entwicklungen gerecht zu werden.

Die DLM-Vorsitzende Cornelia Holsten sagte zur Regulierung von Intermediären, diese müssten keine Geschäftsgeheimnisse ausplaudern, es gehe einzig um Transparenz, Diskriminierungsfreiheit und einen Zustellungsbevollmächtigten in Deutschland. Keynote-Speaker Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg: „Es ist die Aufgabe der Länder, zukunftsorientiert rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Hamburg macht sich daher für neue staatsvertragliche Regelungen stark, die die Freiheitspotenziale digitaler Medien sichern und zugleich Information und Kommunikation in unserer Demokratie fördern. Hierbei benötigen wir auch den Sachverstand und die Expertise modernisierter Landesmedienanstalten, die sich hierfür auch strukturell an die digitalisierte Medienwelt anpassen müssen.“

Ideen für die praktische Umsetzung lieferte Dr. Daniel Knapp, Executive Director TMT Research & Analytics IHS Markit. Er riet dazu, sich stärker auf die Infrastruktur hinter dem Interface und auf öffentlich relevante Algorithmen zu konzentrieren. Im Panel zu Streaming ging es vor allem um die Frage, inwiefern Rundfunklizenzen noch zeitgemäß sind. Joachim Becker sprach als Koordinator des Fachausschusses Regulierung von einer „Schizophrenie“ zwischen medialer Wirklichkeit und gesetzlichen Regelungen. (go)

IVW Q1/2018: Handelsblatt steigert Abo und harte Auflage, WirtschaftsWoche legt im Einzelverkauf zu

 

Das Handelsblatt setzt auch im Jahr 2018 seinen Erfolgskurs fort: Laut aktueller IVW-Auswertung steigert die Wirtschafts- und Finanzzeitung im ersten Quartal als einzige überregionale Tageszeitung ihre verkaufte Auflage auf 127.576 Exemplare. Das bedeutet einen Zuwachs um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Auch in der wichtigen Sparte Abonnement kann das Handelsblatt punkten und legt gegenüber Vorjahresquartal um 0,9 Prozent auf 85.981 Abonnenten zu. Das ist einer der höchsten Quartalswerte seit Anfang 2009. Zum Vergleich: Der Gesamtmarkt der überregionalen Tageszeitungen hat im Abo-Bereich gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,3 Prozent verloren. Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in der harten Auflage (Abonnement und Einzelverkauf) wider: Hier verzeichnet das Handelsblatt einen Zuwachs von 0,6 Prozent auf insgesamt 89.336 Exemplare, während der Gesamtmarkt im Vergleichszeitraum um 2,6 Prozent verliert.

Die WirtschaftsWoche schnitt besonders am Kiosk gut ab: Mit durchschnittlich 5.494 verkauften Exemplaren erzielt das Wirtschaftsmagazin im Einzelverkauf ein Plus von 0,6 Prozent gegenüber Vorjahresquartal und kann sich damit erfolgreich in einem rückläufigen Marktumfeld behaupten. Gegenüber dem Vorquartal beträgt der Zuwachs sogar plus 10,6 Prozent. Bei der verkauften Auflage liegt die WirtschaftsWoche mit 120.797 Exemplaren auf Vorjahresniveau und in der Sparte Abonnement verzeichnet sie im ersten Quartal 72.689 Abonnenten. (go)

„Eine Superausstrahlung ist keine Frage des Alters“

 

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) feiert in der ersten Maiwoche seinen 15. Geburtstag. Intendantin Patricia Schlesinger freut sich vor allem, dass das eigene Fernsehprogramm die „rote Laterne“ abgegeben hat. Ziel sei es, sich am Jahresende „im unteren Mittelfeld oder Mittelfeld“ wiederzufinden. Nach der Umgestaltung im TV-Bereich blickt der rbb in diesem Jahr verstärkt auf die Hörfunkwellen. So soll die Jugendwelle Fritz mit einem ganzheitlichen digitalen Ansatz „neu erfunden“ werden. Die Stadtwelle radioBerlin soll modernisiert werden, musikalisch mit modernem Pop verjüngt die 40- bis 50-Jährigen verstärkt ansprechen. Außerdem konzentriert sich der rbb in diesem Jahr darauf, die Produktion zu verschlanken. Das obliege vor allem dem neuen Produktionsdirektor Christoph Augenstein, der im September sein Amt antritt. Ab 1. Mai beginne der Sender damit, die IT zu zentralisieren und die Herstellung ins Programm zu verlagern.

„Wir haben einen guten Lauf“, erklärte Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus in Berlin. Momentan sei das Dritte erfolgreicher als SWR, WDR oder HR in ihren Sendegebieten. Nach 5,6 Prozent Marktanteil 2016 und 5,9 Prozent im vergangenen Jahr liege man im laufenden Monat bei 6,4 Prozent. „Wir haben das Programm total umgekrempelt.“ Man lasse sich dabei auch nicht von schwankenden Quotenausweisungen irritieren. Immerhin stünden nur 200 GfK-Geräte in Berlin, ebenso viele in Brandenburg. Nach dem Vorbild der Cottbus-Sendung sollten auch auf Wunsch der Zuschauer in Brandenburg wieder mehr „Vor-Ort“-Sendungen ins Programm gehoben werden. Schulte-Kellinghaus schloss Quoten wie beim MDR praktisch aus, die auf ein eher „tümelndes Programm“ setzten.

Momentan erfinde sich die halbstündige Berliner Nachrichtensendung „Abendschau“ gerade neu, die im September ihren 60. Geburtstag begeht. In der Jubiläumswoche können die Zuschauer selbst das Programm bestimmen. Dafür reaktiviert der Sender auch die Tradition der Programmansager. So wird unter anderem Comedian Kurt Krömer dafür auf den rbb-Bildschirm zurückkehren. Ein weiteres Highlight aus Sicht der Verantwortlichen: eine 30-teilige Reihe, die von 1961 bis 1990 jedem Jahr 90 Minuten widmet und dafür die Archive des Senders Freies Berlin (SFB) und des DDR-Fernsehens nutzt.

Auch im Ersten gebe es einen großen Aufschlag mit der Verfilmung von Michel Houellebecqs „Unterwerfung“ mit Edgar Selge am 6. Juni. Das Projekt ist das erste der neuen Hauptabteilungsleiterin Doku&Fiction, Martina Zöllner. Im Anschluss an den Film diskutiert Sandra Maischberger das Thema. Außerdem wird die Serie „Babylon Berlin“ im Ersten ab November mit der Hörspielserie „Der nasse Fisch“ flankiert. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg war am 1. Mai 2003 aus der Fusion von SFB und dem Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB) hervorgegangen. Er sendet ein gemeinsames Fernsehprogramm für die Region. Lediglich um 19.30 Uhr trennt er sich für die regionalen halbstündigen Nachrichtensendungen „Abendschau“ und „Brandenburg aktuell“. Außerdem strahlt der rbb selbst sechs Hörfunkprogramme aus. Die rbb-Kampagne „Bloß nicht langweilen“ wird nun mit „Eine Superausstrahlung ist keine Frage des Alters“ fortgeführt. (gp)
 

Hamburger Abendblatt mit neuem Magazin: „Hamburg zu Wasser“

 

Das Hamburger Abendblatt setzt seine Magazinreihe fort: „Hamburg zu Wasser“ erzählt auf 108 Seiten maritime Geschichten, zeigt die Geheimnisse von Hafen, Elbe und der Alster – und erklärt die Liebe der Hamburger zum Wasser.

„Hamburg zu Wasser“ bietet große Reportagen, Porträts und mehr als 100 Tipps für Ausflüge, Abenteuer, Entspannung, Sport und Restaurantbesuche an Elbe und Alster. Die Abendblatt-Reporter erklären, wie Schlepper die großen Containerschiffe in den Hafen manövrieren, sie zeigen, wie die Restaurierung des mehr als 100 Jahre alten Frachtseglers „Peking“ funktioniert, oder nehmen die Leser mit auf eine unbewohnte Elbinsel vor Blankenese. Praktisch für die Hafenentdeckungstour der Leserinnen und Leser: Auf einem herausnehmbaren Beileger bietet „Hamburg zu Wasser“ eine Fahrradtour durch den Hafen – mit Karte und detaillierter Beschreibung.

„Die redaktionellen Magazine vom Hamburger Abendblatt haben sich bereits im zweiten Jahr fest in unserem Portfolio etabliert und erfreuen sich großer Nachfrage, auch im nationalen Zeitschriftenhandel“, sagt Vivian Hecker, Gesamtleiterin Marketing & Events beim Hamburger Abendblatt. Bislang sind die Magazine „Elbphilharmonie“, „Das neue Hamburg“, „Wohnen in Hamburg“, „2017 – Hamburgs großes Jahr“ und „Hamburg für Genießer“ erschienen.

Das Magazin erscheint im DIN-A4-Format als Broschur gebunden und ist auf edlem, mattem Zeitschriftenpapier gedruckt, das für die Farbbrillanz der Bilder sorgt. Die Auflage liegt bei 20.000 Exemplaren, der Copypreis beträgt neun Euro (E-Paper 8,99 Euro). Erhältlichkeit: National im gut sortierten Zeitschriftenhandel und im iKiosk oder über das Hamburger Abendblatt. (go)

Florian Plettenberg wird bei Sport1 ab 1. Mai neuer Chefreporter Digital

 

Sport1 als 360°-Sportplattform baut ihren Digitalbereich weiter aus: Ab 1. Mai wird Florian Plettenberg die neu geschaffene Position des Chefreporter Digital bei Sport1 übernehmen und die multimediale Vor-Ort-Berichterstattung für den Raum München/Süddeutschland leiten. Zu Sport1 wechselt der 30-Jährige von Axel Springer, wo er zuletzt Redakteur bei Bild München Sport war. Er übernimmt bei Sport1.de federführend die Berichterstattung über die deutsche Fußball-Nationalmannschaft und den FC Bayern München und gehört auch zum Reporter-Team von Sport1 bei der im Juni beginnenden FIFA WM 2018TM in Russland.

Im Positionsprofil liegt ein besonderer Fokus auf der multimedialen Vor-Ort-Berichterstattung: Der Chefreporter Digital wird nicht nur auf Sport1.de und den Sport1 Apps, sondern auch live auf den Social-Media-Kanälen von Sport1 und dem Sport1 YouTube Channel aktuelle Geschehnisse vor Ort einordnen. In seiner neuen Funktion berichtet Florian Plettenberg an Matthias Becker, Leiter News Digital.

Ivo Hrstic, Chefredakteur Digital und Director Digital von Sport1: „Mit der Einführung dieser neuen Position bauen wir den Digitalbereich weiter aus und stärken die Vor-Ort -Berichterstattung auf unseren Kanälen.“ (go)

Die "Neon" wird eingestellt

 

Das Printmagazin wird eingestellt, gab Chefredakteurin Ruth Fend auf der Internetseite bekannt. Was aus den 20 Mitarbeitern wird, ist noch unklar, betriebsbedingte Kündigungen werde es „in Einzelfällen“ geben. Die Netzausgabe der Zeitschrift soll zunächst weiter bestehen.

Das Magazin hat seit 2011 drei Viertel seiner Auflage verloren. 2016 wurde es neu gestaltet unter der neuen Chefredakteurin Ruth Fend. Dennoch sank die verkaufte Auflage weiter (2009: 235.000, 2017: 60.977 Hefte).

Die "Neon" war erstmals im Jahr 2003 erschienen. Markenclaim: "Eigentlich sollten wir erwachsen werden". Die Zielgruppe der 20- bis 30-Jährigen fand hier Unterhaltsames zwischen Job, Liebe, Sex, Kultur und Politik. Fend sieht die Lage realistisch und meint: „Die heute 20-Jährigen haben neue Lebensbegleiter gefunden, im Zeitschriftenregal, aber auch im Netz.“ (go)

Bild-Livestreams sind Rundfunk

 

Die Medienanstalten haben drei Livestreams der Bild-Zeitung als zulassungspflichtigen Rundfunk eingestuft: „Bild live“, „Die richtigen Fragen“ und den „Bild Sport-Talk mit Thorsten Kinhöfer“. Diese Livestreaming-Formate erfüllen nach Auffassung der zuständigen Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) die Anforderungen an Rundfunk, da sie regelmäßig anhand eines Sendeplans veranstaltet werden und auf zeitgleichen linearen Empfang ausgelegt sind.
Da für diese Streams bislang keine medienrechtliche Zulassung existiert, wurde die zuständige Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) gebeten, die Streams zu untersagen, sofern nicht innerhalb von zwei Wochen ein Antrag auf Zulassung gestellt wird.
Alle aktuellen Entscheidungen der ZAK sowie alle neuen Zulassungen und Zulassungsänderungen gibt es unter der Rubrik Kommission für Zulassung und Aufsicht auf dieser Internetseite. (go)

Universität Hamburg ernennt Wiebke Loosen zur Professorin

 

Wiebke Loosen, Senior Researcher am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung, ist zur Professorin an der Universität Hamburg ernannt worden. Die von Universitätspräsident Professor Dieter Lenzen unterzeichnete Ernennungsurkunde erhielt die Medienforscherin gestern aus der Hand von Vizepräsidentin Professorin Jetta Frost. Neben ihrer Forschungstätigkeit am Hans-Bredow-Institut wird Wiebke Loosen somit künftig als Professorin am Fachgebiet Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität lehren.

Mit der Ernennung gemäß §17 des Hamburgischen Hochschulgesetzes werden zwei Lehrveranstaltungsstunden pro Semester erwartet. Schon bisher hatte Loosen regelmäßig an der Universität Hamburg unterrichtet. Im Jahr 2010 habilitierte sie sich an der Universität Hamburg zum Thema „Transformationen des Journalismus und der Journalismusforschung“. Auf dieser Grundlage verlieh ihr die Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften die Venia legendi. Zuvor hatte Wiebke Loosen Kommunikationswissenschaft, Psychologie und Germanistik an der Universität Münster studiert, wo sie auch promovierte.

Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die Transformation des Journalismus in einer sich verändernden Medienlandschaft, Journalismustheorien sowie Methoden der Kommunikations- und Journalismusforschung. Am Hans-Bredow-Institut leitet sie das Forschungsprogramm „Transformation öffentlicher Kommunikation“, in dem untersucht wird, wie unter den Bedingungen der Digitalisierung Öffentlichkeit hergestellt und Meinungsbildung ermöglicht wird.


Seit 1990 befasst sich das damalige Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft mit öffentlicher Kommunikation und ihrem gegenwärtigen Wandel, wobei der besondere Fokus auf der Rolle des Journalismus in der Gesellschaft liegt. Aktuell erforscht die Journalistik und Kommunikationswissenschaft die Rolle des Journalismus in der digitalen Medienwelt, die durch neue Gestaltungs- und Interaktionsmöglichkeiten und einen Wandel des Berufsbilds geprägt ist. Zu den neuen Herausforderungen gehört auch der Umgang mit Globalisierung und globalen Risiken wie zum Beispiel dem Klimawandel.

Das Hans-Bredow-Institut erforscht den Medienwandel und die damit verbundenen strukturellen Veränderungen öffentlicher Kommunikation. Medienübergreifend, interdisziplinär und unabhängig verbindet es Grundlagenwissenschaft und Transferforschung und schafft so problemrelevantes Wissen für Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Sowohl in der Forschung als auch in der Lehre arbeitet das Institut eng mit der Universität Hamburg und der dortigen Journalistik und Kommunikationswissenschaft zusammen, so beim Erasmus Mundus-Studiengang „Journalism, Media and Globalisation“ sowie in der Promotionsausbildung. Im Jahr 2019 wird das Institut in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen.  (go)

Instagram: 72 Prozent nutzen es passiv

 

Instagram gehört zu den beliebtesten Social Media-Kanälen weltweit. Allein in Deutschland verzeichnet die Plattform aktuell über 15 Millionen Nutzer – Tendenz steigend. Eine aktuelle GfK-Umfrage im Auftrag von Greven Medien zeigt, wie User Instagram nutzen und wem sie folgen. 72 Prozent der Befragten nutzen Instagram eher passiv: Sie schauen sich lieber die Inhalte anderer an, als selbst eigene Inhalte zu posten.

Bei den Männern scheint sich der Kanal noch nicht etabliert zu haben: Fast die Hälfte der männlichen Befragten (48 Prozent) gibt an, Instagram gar nicht zu nutzen. Interessant: Knapp 43 Prozent der Instagram-Nutzer folgen bekannten Marken, Unternehmen oder Online-Shops. Das bestätigt die Attraktivität der Plattform als Marketing-Kanal für Unternehmen und Marken.

Am beliebtesten ist die Social Media-Plattform bei den 14- bis 19-Jährigen: Knapp 90 Prozent der Befragten aus dieser Altersgruppe nutzen die App. Aber auch bei der älteren Generation ist die App angekommen: 40 Prozent der 40- bis 49-Jährigen nutzen die Plattform.

Die Studie zeigt außerdem: Viele Instagram-Nutzer konsumieren lieber die Inhalte anderer, als selbst eigene Inhalte zu veröffentlichen. Nur 28 Prozent der Befragten posten selbst Bilder und Stories in der App. Hier ist die jüngste Generation mit 54 Prozent am aktivsten. 72 Prozent der Befragten schauen sich Bilder und Videos von anderen Usern an, statt selbst Inhalte zu posten. Dabei sind vor allem Posts von Freunden, Bekannten oder Prominenten beliebt (45 Prozent). Rund ein Drittel der Befragten möchte auf Instagram unterhalten werden und knapp jeder Vierte findet in der App Inspiration zu Lieblingsthemen und Trends. (go)
 

Da sind wir aber immer noch!

 

Der Verband Deutscher Lokalzeitungen (VDL) hat sich in Berlin gefeiert. VDL-Vorstandschef Robert Dunkmann präsentierte einen Filmausschnitt passend zum Ort des Kongresses im ZDF-Hauptstadtstudio aus dem Mainzer Archiv von 1972. Der beschrieb die Zukunft im Jahr 2000. Darin hieß es unter anderem, kleinere Zeitungen gebe es dann kaum noch. Der Verband ist jedoch Heimat für rund 90 kleinere und mittlere Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von rund 1,6 Millionen Exemplaren, wie Dunkmann anmerkte. Und das trotz einiger „Monster“, die den Lokalzeitungen zu schaffen machten wie etwa der Mindestlohn, die Datenschutzverordnung oder auch die ARD-Textangebote im Netz. Dunkmann forderte zugleich, dass das europäische Leistungsschutzrecht nicht aus den Augen verloren werden dürfe.

Dass Bettina Schausten, die Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios, sich selbst und ihre Kollegen als „Lokaljournalisten im politischen Berlin“ bezeichnete, wollte Dunkmann nicht so stehen lassen. Immerhin seien die Zeitungen nah an ihren Nutzern. Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitales, räumte ein, dass die Digitalisierung auf dem Land zu langsam gehe. „Wir fassen alles eine Legislaturperiode zu spät an“, sagte sie. Greife aber die Digitalisierung des ländlichen Raums, prophezeite sie, dass der Zuzug in die Städten gestoppt werde. Dann sei das Leben auf dem Land viel attraktiver. Bär kritisierte, dass die Verleger nach dem europäischen Leistungsschutzrecht rufen. Sie sollten vielmehr selbst aktiv nach neuen Geschäftsmodellen suchen. Ohnehin sei Deutschland nach einer Studie das Land mit der wenigsten Lust auf Veränderung, monierte die Staatsministerin. (gp)  

 

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