Titel textintern
Die neueste Print-Ausgabe wird jeden Mittwoch unseren Abonnenten zugestellt.
text intern
liefert die wichtigsten Personal-News der Woche, zeigt die besten Fotos von Events und nennt die Geburtstage von Ihren Geschäftspartnern.
Bitte die email angeben.Kein Mailformat
Newsletter bestellen oder abbestellen

Reform des Telemedienauftrags der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten: Ein Kompromiss

 

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich bei ihrer Konferenz in Berlin auf eine Reform des Telemedienauftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geeinigt. Danach sollen die öffentlich-rechtlichen Online-Angebote ihren Schwerpunkt in Bewegtbild und Ton haben, um sich von den Angeboten der Presseverlage zu unterscheiden. Für verbleibende Zweifelsfälle richten Rundfunkanstalten und Presseverlage eine gemeinsame Schlichtungsstelle ein. Ein weiterer zentraler Punkt der Reform ist die Abschaffung der sieben-Tage-Regel für Inhalte in den Mediatheken.

Die Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, Ministerpräsidentin Malu Dreyer, hat die Einigung auf eine Reform des Telemedienauftrags der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten im Anschluss an die Konferenz der Ministerpräsidenten in Berlin begrüßt. Den öffentlich-rechtlichen Sendern werde damit „eine Weiterentwicklung in ihrem digitalen Angebot garantiert und die Interessen der anderen Marktteilnehmer - etwa der Verlage – berücksichtigt“. Es sei wichtig gewesen, „die langjährige Diskussion zwischen Verlegern und Vertretern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks über den Umfang von Textangeboten im Internet zu beenden“. Qualitätsjournalismus sei wichtig für unsere Demokratie. Unabhängig davon, wer ihn betreibe, ob öffentlich-rechtliche Anstalten, Zeitungsverleger oder andere Private.

Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, nannte die Einigung einen großen Schritt zur inhaltlichen Modernisierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Es sei im Interesse der Nutzerinnen und Nutzer für ihren Rundfunkbeitrag auch im Internet einen hohen Mehrwert zu bekommen. Andererseits müssten die Zeitungsverleger im Internet mit hochwertigem Journalismus Geld verdienen. Eine eindeutige Trennung der Bereiche sei schwierig, aber die Länder hätten sich intensiv bemüht, das Verhältnis der Rundfunkanstalten zu den Zeitungen im Internet auf eine neue rechtliche Basis zu stellen. Das Ergebnis sei ein echter Kompromiss: „Die Zeitungen müssen akzeptieren, dass auch die Rundfunkanstalten Textangebote im Internet zur Wahrnehmung ihrer journalistischen Funktion benötigen. Die Rundfunkanstalten andererseits müssen sich zukünftig mehr Mühe geben, neben einem Text möglichst auch Bewegtbild und Ton in ihre Telemedien zu integrieren.“

Der Präsident des Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) Dr. Mathias Döpfner, begrüßte die Einigung der Ministerpräsidenten auf einen neuen Telemedienauftrag als einen fairen Interessenausgleich: „Der jetzt gefundene Kompromiss sorgt für Klarheit, wo der Schwerpunkt öffentlich-rechtlicher Online-Angebote liegen wird: Im audiovisuellen Bereich, was auch dem originären Auftrag und der herausragenden Kompetenz von ARD, ZDF und Deutschlandradio entspricht.“ Nun könne man sich auf den Wettbewerb mit den Technologieplattformen konzentrieren. Die Chancen der Verlage, journalistische Bezahlangebote im Netz erfolgreich zu etablieren, sei gestiegen, so Döpfner.

Der ARD-Vorsitzende und Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, betonte: „Wir haben die Möglichkeit, unser Mediatheken-Angebot zu verbessern, insbesondere durch europäische Lizenzproduktionen zu ergänzen und die Verweildauern zu verlängern. Bewegtbild und Ton sollen den Schwerpunkt unserer Angebote bilden, Text wird weiter zulässig sein. Natürlich mussten alle Beteiligten Zugeständnisse eingehen. Am Ende macht die Einigung der Länder aber den Weg frei, uns gemeinsamen Herausforderungen in einer sich rasant verändernden Medienwelt zu stellen."

ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut lobte die Einigung als wichtigen Schritt auf dem Weg in eine digitale Medienordnung. „Die Herausforderungen der Zeitungen und Zeitschriften habe ich immer verstanden. Sie müssen ihre Produkte digital anbieten, obwohl im Netz nur wenig Bereitschaft besteht, dafür auch zu zahlen. Die beitragsfinanzierten Rundfunkanstalten sollten den Verlagen den Freiraum für neue Geschäftsmodelle lassen - im gemeinsamen Interesse der Qualitätsmedien. Das ZDF habe sein Onlineangebot deshalb immer stärker auf seine Videoplattform, die ZDF-Mediathek, und ein kompaktes Nachrichtenangebot, die heute.de, konzentriert. Um jüngere Menschen zu erreichen sei aber auch das Text-Angebot im Netz wichtig – zum Beispiel vor Wahlen. 

Der Intendant des Deutschlandradios, Stefan Raue, erklärte, Meinungsbildungsprozesse fänden zunehmend online statt, und private und öffentliche Qualitätsmedien seien gleichermaßen wichtig: „Mit der Einrichtung einer Schlichtungsstelle können eventuelle Probleme in der Zukunft leichter untereinander gelöst werden.“ Der neue Telemedienauftrag ermögliche dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk insgesamt und Deutschlandradio als einzigem bundesweitem Radiosender eine zeitgemäße Weiterentwicklung, sagte Raue: „Die Kernkompetenz der Programme Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova in den Bereichen Politik, Kultur und Wissen ist gerade in der digitalen Welt der Zukunft besonders notwendig. Für uns stehen daher Audioangebote wie die Dlf Audiothek und Podcasts, aber auch aktuelle Hintergrundangebote zu relevanten Themen im Mittelpunkt.“ (go)

medien.barometer berlinbrandenburg: Medienunternehmen reagieren auf Digitalisierung

 

Auf eine höhere Komplexität einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt reagieren die Medienunternehmen zunehmend mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und Weiterbildungsmaßnahmen. Allerdings bleiben fehlende Fachkräfte vor allem im Bereich IT/Software und Programmierung ein Problem. Das sind die wichtigsten Erkenntnisse des medien-barometers berlinbrandenburg 2018, das Medienboard, medianet und die Investitionsbanken beider Länder erhoben haben. Seit 15 Jahren gibt es diese Studie zum Geschäftsklima, seit 2011 ist sie repräsentativ.

55 Prozent der Berlin-Brandenburger Medienunternehmen sind mit dem Geschäftsverlauf zufrieden, 30 Prozent teils-teils, 15 Prozent sind unzufrieden oder sogar sehr unzufrieden. Die leicht abgeschwächte Zufriedenheit im Vergleich zum Vorjahr führte Helge Jürgens, Geschäftsführer des Medienboards Berlin-Brandenburg, bei der Vorstellung des medienbarometers auf Unsicherheiten bei der Digitalisierung zurück. Die Vorstandsvorsitzende des medianets berlinbrandburg, Andrea Peters, nannte als weiteren Grund, dass die „Branche extremst im Projektgeschäft“ sei. Hinzu käme noch das Problem steigender Mieten in der Stadt.

Der Umsatz der Bereiche Medien, IKT und Kreativwirtschaft in der Region stieg laut Senat im Vergleich zum Vorjahr um über drei Milliarden Euro und betrug 2015 40,5 Milliarden Euro. Das sei ein Umsatzanteil an der Gesamtwirtschaft der Region von 14,3 Prozent. Neuere Angaben liegen nicht vor. (gp) 

El Cartel Media startet neuartige Addressable TV-Spots


Das Ad Lab von El Cartel Media hat die Werbeform „Switch-In Exchange“ entwickelt. Sie erlaubt es, standardisiert und gezielt TV-Spots im linearen Programm zu schalten. Genutzt werden hierfür die Programmankündigungen (Trailer) von RTL II. Diese Flächen werden mit den Spots der Kunden überblendet. Addressable TV erlaubt dabei auch das Targeting auf bestimmte Zielgruppen.

Dabei kommt die ATV-Plattform des Technologiepartners smartclip aus Hamburg zum Einsatz. Der Markttest setzt auf den Standard HbbTV 1.5, den rund die Hälfte der Smart-TV-Geräte in Deutschland unterstützt. Das gewährleistet eine hohe Reichweite der Kampagnen.

Coca-Cola (betreut von MediaCom, Düsseldorf) und 20th Century Fox (Mindshare, Frankfurt) haben den „Switch-In Exchange“ als erste Kunden gebucht. Ihre 30- Sekünder promoten die „Mach dich bereit!”-Kampagne von Coca-Cola zur Fußball Weltmeisterschaft 2018 sowie den Kinostart des Films „Love, Simon“.

Der „Switch-In Exchange“ ist nach Context-Split, Format-Branded-Postsplit, Switch-In-Sponsoring und Chat-Break bereits die fünfte exklusive Werbeform, die das Ad-Lab-Team von El Cartel Media entwickelt hat. (go)
 

Interaktives Hörbuch als Alexa Skill

 

Sony Interactive Entertainment Deutschland bietet ab sofort das interaktive Hörbuch „Der Fall Rachel: Schicksal einer KI” als Amazon Alexa Skill an. Mit den sogenannten Skills werden die Fähigkeiten des Cloud-basierten Sprachdienstes Alexa permanent erweitert und ermöglichen immer neue Sprachbefehle und Services. Mit einer zielgerichteten Digitalkampagne begleitete MediaCom die richtungsweisende Skill-Zusammenarbeit von Sony und Amazon. Im Rahmen der Kampagne wurde der Alexa Skill kommuniziert und dabei die erhöhte Aufmerksamkeit in der Zielgruppe genutzt, die durch die parallele Bewerbung des neuen PlayStation 4 Spiels „Detroit: Become Human“ entstand, auf dem wiederum das interaktive Hörbuch basiert. Das Ergebnis: Mehr als 5.000 User haben bisher den Alexa Skill aktiviert. Die Digitalkampagne setzte auf datenbasiertes Targeting, das sich gezielt an die spitze Zielgruppe der PS4-Besitzer richtet, die auch gleichzeitig ein „Connected Device“ besitzen.

Heiko Niggetiet, verantwortlicher Managing Partner bei MediaCom, hält das interaktive Hörbuch für eine innovative Idee und meint: „Die für uns größte Herausforderung war es, dass es derzeit keine Möglichkeit gibt, bei Amazon Alexa direkt Skills zu bewerben. Unter Einsatz von datenbasiertem Targeting ist es uns gelungen, gezielt die spitze Zielgruppe von PS4-Besitzern anzusprechen, die auch gleichzeitig ein „Connected Device“ besitzen.“

Nutzer des neuen Skills „Der Fall Rachel: Schicksal einer KI” tauchen in die spannende Geschichte der nahen Zukunft unseres Alltags ein, in dem Androiden und Künstliche Intelligenzen fester Bestandteil des Lebens sind. Der Titel greift die Thematik der drohenden Rebellion durch Künstliche Intelligenzen mit eigenem Bewusstsein auf cineastische Art auf.

„Mit diesem spannenden Projekt haben wir ein eigenes Bot-Framework entwickelt, womit wir künftig auch die unzähligen neuen geräteunabhängigen Möglichkeiten für Sprach-Devices, Chat-Bots und vielem mehr ausschöpfen können”, so Steven Klinkmüller, Marketing Analytics & Media Manager Sony Interactive Entertainment Deutschland.  (go)

Jahrestagung Zeitungsverlegerverband Nordrhein-Westfalen (ZVNRW)

 

Am gestrigen 13. Juni tagte der Verband in Lippstadt. Der Vorsitzende des Verbandes, DuMont-Aufsichtsratsvorsitzender Christian DuMont Schütte, hob in seiner Ansprache die wachsende Gesamtreichweite der Tageszeitungen in NRW hervor. Die Zeitung erreicht hierzulande mit ihren gedruckten und digitalen Angeboten rund 12 Millionen Menschen und damit 80 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahren. Die digitalen Zeitungsangebote erfreuen sich einer weiter steigenden Reichweite. Auch der e-Paper-Absatz in NRW hat im vergangenen Jahr wieder deutlich – um 14 Prozent – zugenommen, bei leichten Rückgängen der Printauflagen.

„Gut recherchierte, verlässliche Fakten werden in Zukunft immer wichtiger sein“, so DuMont Schütte. „Unsere Stärke wie auch Herausforderung ist es, attraktive Angebote und relevante Inhalte mit klarer Haltung für Menschen zu machen, die in einer vernetzten und immer unübersichtlicher werdenden, komplexen Welt Orientierung und zuverlässige Information suchen.“ Er plädiert für mehr Selbstbewusstsein.

An die Adresse der Politik richtet DuMont Schütte die Forderung nach fairen Rahmenbedingungen für die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle. Eines der größten Risiken für die Presse- und Meinungsfreiheit in diesen Tagen sei die Macht der großen, dominanten Online-Plattformen wie Google, Facebook oder Amazon. „Meinungsbildung darf nicht von Unternehmenszentralen der Plattformgiganten bestimmt werden“, so DuMont Schütte. Eine „vitale, europäische Presselandschaft“ sei unersetzlich. Er fordert daher vom nationalen und europäischen Gesetzgeber Schutzmechanismen gegen diese Dominanz und ein starkes EU-Verlegerrecht für eine gerechtere Beteiligung der Verlage an den Erlösen der Plattformen aus dem Geschäft mit Verlagsinhalten.

Zudem erhofft sich DuMont Schütte größere Unterstützung seitens der Politik im Bereich der Zeitungszustellung, bei der Mehrwertsteueranpassung für digitale Verlagsprodukte sowie eine Korrektur der geplanten europäischen e-Privacy-Verordnung.

Im Anschluss an die Jahrestagung wählten die Vorstandsmitglieder Christian DuMont Schütte für
die kommende Amtszeit von zwei Jahren wieder zum Vorsitzenden des nordrhein-westfälischen
Zeitungsverlegerverbandes, dem 39 Zeitungsverlage angehören.  (go)

Hirschen Group stellt sich in Wien integriert auf

 

Die Hirschen Group stellt sich in Österreich integriert auf und beruft Herbert Rohrmair-Lewis als Managing Director der Österreichischen Dependance. Die Kunden in Österreich werden künftig noch intensiver durch die Experten der weiteren Kommunikations- und Consultingmarken der Gruppe betreut. Die am Standort Wien ansässige Kreativmarke Zum goldenen Hirschen Campaigning und die 365 Sherpas, die Beratung für Corporate Affairs und Policy Advice, agieren wie bislang auch für ihre Kunden und profitieren von der stärkeren Anbindung an die gesamte Agenturgruppe. In diesem Zuge übernimmt Markus Zauner die kreative Führung von Zum goldenen Hirschen. Auch die Beratungsseite wird verstärkt. Bei den 365 Sherpas übernimmt Joachim Kurz künftig die Teamleitung für das Wiener Team.

„Die Herausforderungen von Unternehmen sind im Zuge der Globalisierung und Digitalisierung immer individueller geworden, die Geschwindigkeit, in der sich Veränderungen Bahn brechen, nimmt weiter zu. Ihnen erfolgreich zu begegnen, verlangt immer häufiger nach maßgeschneiderten Lösungen - in Form von Customized Agencys oder Teams ebenso wie in Form zeitlich begrenzter Integration von Spezialdisziplinen.“, so Herbert Rohrmair-Lewis.

„Wir haben anhand der integrativen Art von Herbert Rohrmair-Lewis gesehen, wie sehr der Standort in Wien von der Zusammenarbeit mit der Gruppe und einzelnen Spezialisten profitiert. Das wollen wir im Sinne unserer Kunden weiter forcieren und mit diesem Schritt die Hirschen Group mit ihrem Leistungsangebot auch in Österreich etablieren.“ erklärt Martin Blach, Co-CEO der Hirschen Group die veränderte strategische Aufstellung am Standort und ergänzt: „In Deutschland hat sich dieses Modell bewährt. Zahlreiche Kunden werden punktuell oder dauerhaft durch Teams unterschiedlicher Agentur- und Beratungsmarken
betreut.“

Die kreative Leitung vom Zum goldenen Hirschen Campaigning übernimmt Markus Zauner. Als Executive CD trägt der erfahrene und ausgezeichnete Kreative die Verantwortung für das kreative Produkt der Agentur. Eine weitere Verstärkung aufseiten der Beratung ist in Planung. Markus Zauner war bereits für die Agentur tätig. Die goldenen Hirschen und Alexander Zelmonovics sowie Gerhard Martinek gehen getrennte Wege. Beide sind Ende Mai aus der Geschäftsleitung ausgeschieden. (go)
 

Studie: Verbraucher teilen Daten

 

Verbraucher sind sich auch durch die in Europa am 25. Mai wirksam gewordene neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bewusster denn je darüber, wie ihre persönlichen Daten gesammelt und verwendet werden. Eine aktuelle globale Umfrage zeigt, dass trotz erheblicher kultureller Unterschiede 77 Prozent der Befragten pragmatisch im Umgang mit ihren persönlichen Daten umgehen.

Die Ergebnisse stammen aus der neuen Studie mit dem Titel „Globale Datensicherheit: Was der Verbraucher wirklich denkt" – im Auftrag der Global Alliance of Data-Driven Marketing Associations (GDMA), des Deutschen Dialogmarketing Verbandes (DDV) und Acxiom. Die Mehrheit der Befragten (51 Prozent) in den zehn untersuchten Märkten auf vier Kontinenten zählt zu den „Datenpragmatikern“. Sie entscheiden von Fall zu Fall und abhängig von den erwarteten Vorteilen, ob sie ihre persönlichen Daten teilen. In Singapur, Spanien und den USA sind es trotz kultureller und rechtlicher Unterschiede sogar bis zu 60 Prozent. Die zweitgrößte Gruppe der Befragten wird in der Studie als „unbekümmert“ beschrieben. Diese Personen haben wenig Bedenken, wie Daten gesammelt und verwendet werden. Jeder vierte Verbraucher weltweit gehört dieser Gruppe (26 Prozent) an. In Deutschland (34 Prozent) und den Niederlanden (35 Prozent) ist der Anteil der unbekümmerten Personen am höchsten. Die zwei größten Verbrauchergruppen repräsentieren zusammen 77 Prozent der Befragten.

Dem stehen Verbraucher gegenüber, die nicht bereit sind, ihre persönlichen Daten zu teilen, auch nicht im Gegenzug für einen verbesserten Service. Sie machen rund ein Viertel (23 Prozent) der insgesamt Befragten aus und sind in den beiden Ländern Argentinien (16 Prozent) und Singapur (17 Prozent) am geringsten vertreten.

Chris Combemale, GDMA Vorstandsmitglied und CEO der DMA (UK) Group meint, Verbraucher seien bereit, persönliche Daten als Teil einer modernen Wirtschaft mit Unternehmen auszutauschen. Darauf sollten Unternehmen aufbauen. Obwohl 74 Prozent der Befragten sich in gewisser Weise um ihre Online-Privatsphäre sorgen, zeigen sich weltweit mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Verbraucher bereit, ihre Daten mit Unternehmen auszutauschen, solange sie einen Nutzen davon haben. Viele Verbraucher (41 Prozent) verstehen, dass der Datenaustausch für den reibungslosen Ablauf einer modernen Gesellschaft unerlässlich ist.

Laut Studie glauben 38 Prozent der Umfrageteilnehmer weltweit, dass sie selbst die Verantwortung für ihre Datensicherheit tragen sollten – im Gegensatz zu staatlichen Institutionen (15 Prozent) oder Unternehmen (5 Prozent). Dieses Gefühl der persönlichen Verantwortung ist in Deutschland (49 Prozent, Australien (46 Prozent) und Großbritannien (46 Prozent) am stärksten ausgeprägt. Die Befragten in Spanien (24 Prozent) und den Niederlanden (23 Prozent) sind der Meinung, dass dies die Aufgabe der Regierung sein sollte.

Verbraucher müssen sich sicher sein können, dass mit ihren Daten verantwortungsvoll umgegangen wird, betont Carsten Diepenbrock, Geschäftsführer Acxiom Deutschland GmbH. Die Studie zeigt auch, dass die Verbraucher mehr Transparenz (86 Prozent) und Kontrolle (83 Prozent) im Umgang mit ihren Daten verlangen, um Vertrauen aufzubauen.

Zur Studie
Im November 2017 führte Foresight Factory im Auftrag der GDMA eine Online-Umfrage mit jeweils mindestens 1.000* Stichproben von Befragten im Alter ab 18 Jahren** in zehn globalen Märkten durch, bei denen die Einstellung der Verbraucher zu Datenschutz und Datenaustausch untersucht wurde. Die in die Umfrage einbezogenen Märkte sind Argentinien, Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Singapur, Spanien, Großbritannien und die USA.

Über Global Alliance of Data-Driven Marketing Associations (GDMA)
Die GlobalDMA repräsentiert Verbände auf der ganzen Welt, die Online- und Offline-Dialogmarketing in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen. Aktuell sind 27 Marketingverbände Teil der GlobalDMA, darunter auch der DDV. Zusammen repräsentieren sie einen wesentlichen Anteil der weltweit führenden Marken, Unternehmen, Lieferanten und Agenturen. Über ihre Mitgliedsverbände bietet die GDMA Zugang zum weltweit größten Netzwerk von datengetriebenen Marketingorganisationen und Influencern.

Über den Deutschen Dialogmarketing Verband e. V. (DDV)
Der Deutsche Dialogmarketing Verband ist ein nationaler Zusammenschluss von Dialogmarketing-Unternehmen und gehört zu den Spitzenverbänden der Kommunikationswirtschaft in Deutschland. Als die treibende Kraft der Data Driven Economy repräsentiert der DDV Unternehmen, die Daten generieren oder für den professionellen datenbasierten und kundenzentrierten Dialog nutzen.

Über Acxiom
Acxiom ist ein Datendienstleister und ermöglicht People-Based Marketing über alle relevanten On- und Offlinekanäle und den Single Customer View. Acxiom macht Daten und Insights einfach und sicher nutzbar, überall dort, wo sie benötigt werden. Acxiom Deutschland GmbH verfügt über ein breites Spektrum an Marketingdaten für den B2C-, B2B- und Healthcare-Bereich sowie Instrumentarien und Expertisen für analytisches CRM. Es betreibt in Deutschland eine der größten Datenbanken mit mikrogeografischen Haushalts- und amtlichen Marktdaten für das Geomarketing. (go)

Moßner wird Publisherin bei „Industry of Things“

 

Julia Moßner ist ab sofort Publisherin der Fachmedienmarke „Industry of Things“. Die bisherige Head of „Industry of Things“ hat das neuartige redaktionelle Communitymodell im Bereich „Digital Business Modells“ der Vogel Communications Group entwickelt und mit ihrem Team aufgebaut. „Industry of Things“ wurde vor wenigen Wochen auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse zum Fachmedium des Jahres 2018 in der Kategorie „Beste Neugründung“ gekürt. Das Communitymodell gilt als Prototyp und künftige Blaupause für weitere Querschnittsthemen, die in den nächsten Jahren folgen sollen.

Julia Moßner ist seit 2011 bei der Vogel Communications Group und war zuletzt im Bereich Digital Development tätig. Die Vielfalt des Themas IoT wird mit relevanten redaktionellen Beiträgen des Hauses bedient und die Plattform wird auch für externe Experten geöffnet. Inzwischen publizieren mehr als 150 Experten auf industry-of-things.de, die News-Gruppe auf Xing umfasst über 36.000 Follower. (go)

Refresh bei "Meins": mehr Menschen, mehr Meinungen, mehr Mut

 

Mit Ausgabe 13, die am heutigen 13. Juni erscheint, liefert Meins, das zweiwöchentliche Bauer-Magazin für Frauen 50plus, mehr Menschen, mehr Meinungen und mehr Mut. Chefredakteurin Sabine Ingwersen sagt, man sei bereit, auch mal anzuecken.“ In der aktuellen Ausgabe erläutert TV-Star Cheryl Shepard, weshalb sie Fremdgehen in Ordnung findet, Redakteurin Sibylle Royal beschreibt ihre Erlebnisse beim „Probewohnen im Seniorenheim“ und Schauspielerin Michaela May spricht im Interview über Altersdiskriminierung und erklärt, weshalb ihr das Alter egal ist. Sabine Ingwersen zu den inhaltlichen Paukenschlägen: „Meins-Leserinnen kennen das Leben mit allen Höhen und Tiefen. Sie sind positiv kämpferisch und gehen immer ihren Weg. Unsere Inhalte spiegeln und unterstützen sie in ihrer spannendsten Lebensphase.“

Kleine pinke „Pinterest-Ecken“ sowie die neue Rubrik „Endlich ich“ verraten Lebensweisheiten für Sinnsucher. Die Bildsprache ist opulent und weniger kleinteilig. Großzügige Fotostrecken ziehen die Leserinnen direkt in die Geschichte. Das Herzstück der Meins, die Café Meins Event-Community, erhält noch mehr Raum und wird zum Heft im Heft. Auch digital geht Meins künftig neue Wege. „Aktuell gibt es im Markt kein Online-Angebot für 50plus-Events, das die Freizeit-Bedürfnisse dieser Zielgruppe optimal bedient“, so Ilka Clark, Verlagsleiterin Meins. „Mit dem Relaunch der Website www.cafemeins.de ist Meins die erste 360-Grad Community-Marke 50plus, die authentisch Print, Digital und Live-Kommunikation vereint. Die bisherige reine Community-Website wird zur 50plus-Eventplattform.“ So soll es künftig mehr Events geben.

„Über die Marke Meins können Werbepartner die wachsende Zielgruppe 50plus künftig über alle Kanäle hinweg erreichen“, meint Ilka Clark. Die neue Website geht in den kommenden Tagen live.

Die neue Print-Kampagne zeigt Frauen über 50, wie sie wirklich sind: schön, stark und selbstbewusst! Die Bildsprache ist cool, modern, kraftvoll, der Claim lautet: „Das ist genau Meins!“ Die Kampagnenidee entstand inhouse in Zusammenarbeit mit dem Bauer Brand Management. Fotograf Jens Koch inszenierte die Kampagne „Das ist genau Meins“. Der Celebrity-Spezialist hat schon mit Weltstars wie Robert de Niro oder Drew Barrymore zusammengearbeitet. Die Kampagne läuft ab dem 13. Juni in allen reichweitenstarken Titeln der Bauer Media Group. Das Mediabudget liegt bei etwa einer halben Million Euro. (go)

Christoph Niemöller: Geschäftsführer von Mediaprint und Kronen Zeitung

 

Mit sofortiger Wirkung ist Christoph Niemöller Geschäftsführer der österreichischen Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag GmbH & Co. KG. Er übernimmt dort die Verantwortung für die Bereiche Finanz & Rechnungswesen, Controlling, Druck, Logistik und Einkauf und wird zusätzlich Geschäftsführer der „Kronen Zeitung“.

Damit folgt er bei Mediaprint auf Axel Bogocz und bei der „Kronen Zeitung“ auf Bernhard Schneider. Axel Bogocz und Bernhard Schneider verlassen die Unternehmen auf eigenen Wunsch. Bernhard Schneider geht in den Ruhestand.

Christoph Niemöller war von 2007 bis 2016 Geschäftsführer der NOZ MEDIEN. In dieser Funktion trieb er die Digitalisierung des Unternehmens und Strategieprozesse voran. Der Diplom-Betriebswirt kam nach Stationen in anderen Branchen bereits 1997 zur NOZ MEDIEN, wo er im Verlauf zunächst die Verantwortung für das Finanz- und Rechnungswesen und später auch das Controlling übernahm.

Die Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag GmbH & Co. KG ist Österreichs größtes Printmedienhaus. Gesellschafter sind zu je 50 Prozent die Krone-Verlag GmbH & Co. Vermögensverwaltung KG und die Kurier Zeitungsverlag und Druckerei GmbH, an denen die Funke Mediengruppe jeweils rund 50 Prozent hält. (go)

 

<< Zurück | Ältere Beiträge >>