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Vielfalt in den Gremien - Vorschläge für die Novellierung des ZDF-Staatsvertrags


Es ist still geworden. Nachdem die Causa Brender vor fünf Jahren eine breite Debatte über die Staatsferne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ausgelöst hatte und es im Nachgang des Bundesverfassungsurteils zum ZDF-Staatsvertrag zahlreiche Veranstaltungen gab, verhandeln die Vertreterinnen und Vertreter der Staatskanzleien hinter verschlossenen Türen über die Umsetzung des Urteils. Erst am Ende der Ministerpräsidentenkonferenz im Oktober erfuhr die Öffentlichkeit, dass zu diesem Thema nichts entschieden worden sei.

Google missbraucht seine Marktmacht


Nachdem Axel Springer seine Datendokumentation abschlossen hat, wird ein gravierender Schaden durch verschlechterte Suchanzeigen bei Google ersichtlich: die Suchergebnisanzeigen von welt.de, computerbild.de, sportbild.de und autobild.de sind seit Oktober 2014 bei Google nur noch eingeschränkt sichtbar. Foto- und Videoangebote wurden vollständig ausgelistet. Hintergrund war die Entscheidung der Axel Springer SE Google zunächst keine Gratis-Lizenz für diese vier Titel zu erteilen. Weitere News auch aus den USA in der Printausgabe.

„Als Bettvorleger gelandet“


Lange Zeit hat es so ausgesehen, als sei Medienpolitik auf Länderebene ausschließlich bei Rheinland-Pfalz angesiedelt. Hin und wieder kam auch noch eine Wortmeldung aus Sachsen. Mittlerweile gehört auch Hamburg dazu. Seit dem vergangenen Jahr setzt sich Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz für einen Medienstaatsvertrag zwischen Bund und Ländern ein. Während Rundfunk Ländersache ist, fällt die Netzpolitik unter die Aufgaben des Bundes, es geht um die Schnittstellen zum Bundesrecht.

VDZ/Summit
Publishers´Summit in Berlin: Verleger fordern Mut von sich selbst

„Ich spüre einen neuen Spirit im Magazinmarkt.“ Hubert Burda, Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), machte seinen Verlegerkollegen zu Beginn des Publishers´ Summit am Donnerstag in Berlin Mut. „Wir sind in der Talsohle angekommen und haben das Schlimmste hinter uns“, sagte Burda. Im Vergleich zu anderen Branchen hätten die Zeitschriften den Kontakt zum Endkunden, „wir bräuchten aber viel mehr eMail-Adressen“.

Hamburgs Bürgermeister, Olaf Scholz, sprach sich für den niedrigeren Mehrwertsteuersatz bei den digitalen Produkten der Verlage aus. Auch EU-Kommissar Günther Oettinger plädierte für einen Mehrwertsteuersatz digitaler Verlagsprodukte von sieben Prozent. Das bleibe aber eine nationale Aufgabe. Hier müssten Bundestag und Bundesrat tätig werden. Der neue Kommissar für Digitale Wirtschaft bot den Verlegern an, ihren Rat bei der Datenschutzverordnung und anderen Vorlagen wie etwa dem geplanten Urheberrechtsschutz einzuholen. 

Springer-Manager Andreas Wiele forderte mehr Mut der Verlegerschar beim Thema Leistungsschutzrecht. Beim ersten Gegenwind knickten alle ein, das ginge eigentlich nicht an.

Mut machte die Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Renate Köcher. 81 Prozent der Bundesbürger empfinde die Qualität der Medienlandschaft als gut oder sehr gut. Der Wert der Zeitschriften schlage sich in der Lesedauer nieder, so Köcher. Im Durchschnitt würden die Befragten 67 Minuten lang in einer Zeitschrift lesen. Unklare Vorstellungen hätten die Befragten über den Wert der digitalen Ausgabe einer Zeitschrift. Im Durchschnitt sähen alle Befragten 1,45 Euro für eine Digital-Ausgabe für angemessen an, bei der Gruppe der Zeitschriften-Abonnenten läge der Wert bei durchschnittlich 1,65 Euro.

„Die Gattung Zeitschriften wird heute weit unter Wert gehandelt. Ihre Branche erweckt in letzter Zeit den Eindruck, als ob sie selbst nicht ganz von sich überzeugt ist“, resümierte Köcher. (gp)

„Mehr als Werbung – Schweden kommunizieren“

Die schwedische Botschaft in Berlin präsentiert ab dem heutigen Donnerstag eine Ausstellung über die landestypische Werbung. „Mehr als Werbung – Schweden kommunizieren“  heißt es bis 23. Januar mit zahlreichen Beispielen von ernst bis hintergründig humorvoll. Das Schwedische Institut, vergleichbar mit dem deutschen Goethe-Institut, will Spezifisches und eine deutlich nationale Prägung der Werbung aufzeigen. Besonders in jedem Fall: es gibt sehr viele öffentliche Auftraggeber, auch wenn der Marketingetat staatlicher Kampagnen nicht so hoch ist wie der privater. Ist der Schwede kreativer als andere? Wiebke Ankersen, Presseattachée der Botschaft, meint dazu, der Schwede spiele mehr. Der Staat gebe Sicherheit.

Springer erteilt Google Gratiseinwilligung für weitere Titel

Springer hat die VG Media beauftragt, Google mit Wirkung von heute eine Gratislizenz für die bisher davon ausgenommenen Titel wie welt.de zu erteilen. Das sagte Vorstandschef Mathias Döpfner bei der Vorstellung der Quartalszahlen am Mittwoch. „Wir wollten nicht nur über die Folgen der verschlechterten Darstellung spekulieren, sondern wir wollten konkrete Beweise. Wir wollten Daten, die dokumentieren, was eigentlich passiert, wenn Google seine marktbeherrschende Stellung tatsächlich missbraucht, um Verlage zu einer kostenlosen Lizenz zu zwingen.“ Nach zwei Wochen lägen ausreichende Erkenntnisse vor. Die verkürzte Darstellung über die Suchmaschine habe zu einem Traffic-Minus von fast 40 Prozent geführt, so Döpfner, bei Google News sogar um rund 80 Prozent. „Es sei der erfolgreichste Misserfolg, aber wir schießen uns sonst vom Markt“, erklärte Döpfner das Einknicken. Springer müsste mit einem wirtschaftlichen Schaden durch entgangene Vermarktungsumsätze im deutlich siebenstelligen Bereich pro Marke und Jahr rechnen.


Im dritten Quartal spürte der Konzern den schwächeren Werbemarkt. Die Umsätze und Erlöse bei den Bezahlangeboten sanken. Dennoch sieht sich der Konzern insgesamt auf einem guten Weg, vor allem durch die Digitalisierung. Der Vorstand rechnet für das Geschäftsjahr 2014 weiter mit einem Anstieg der Gesamterlöse im „mittleren einstelligen Prozentbereich“. Beim Ebitda geht der Konzern von einem Wachstum im „niedrigen zweistellligen Prozentbereich“ aus.


Im dritten Quartal stiegen die Gesamterlöse um 8,2 Prozent auf 741,1 Millionen Euro. Der Konzernumsatz wuchs in den ersten neun Monaten um 6,9 Prozent auf 2,177 Milliarden Euro. Dabei entfielen mehr als 52 Prozent des Konzernumsatzes und nahezu 70 Prozent des Konzern-EBITDA auf die digitalen Aktivitäten. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte legten die Konzernerlöse um 2,5 Prozent zu. Das um Sondereffekte und Kaufpreisallokationen bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich um 8,1 Prozent auf 363,9 Millionen Euro.


Springer verbuchte Ende September 296.000 zahlende neue Abonnenten bei welt.de und bild.de. 240.000 davon entfielen auf bild.de. (gp)

Luxus, Reisen, Lifestyle – doppio TV legt ab

Ein neues Online-TV-Angebot widmet sich prononciert den schönen Seiten des Lebens: doppio TV. Der Kanal der Publishers Partners sendet seit Donnerstag ausschließlich Eigenproduziertes über die Multithek bei Astra und DVB-T für die anspruchsvolle Zielgruppe, wie Geschäftsführer Olaf Zachert zum Start erklärte. Das neue Angebot hat sich am Berliner Wissenschaftsstandort Adlershof mit derzeit 14 festangestellten Mitarbeitern eingerichtet. Finanziell abgesichert wird doppio TV durch einen Investor aus Luxemburg, technisch regelt die Media Broadcast die Geschäfte. Neben Zachert, ehemals Produzent bei Bloomberg TV, führt Sibylle Peter die Geschäfte, die früher unter anderem Geschäftsführerin der Gruner + Jahr Wirtschaftspresse war.
Doppio TV ging aus dem Printmagazin doppio hervor, das der Verlag Publishers Partners seit 2008 mit einer Auflage von 2,5 Millionen Exemplaren 28 Tageszeitungen kostenlos beigelegt hatte. Seit 2014 erscheint es monatlich als ePaper und soll Anfang kommenden Jahren einen Relaunch erfahren. Bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg hat doppio TV eine Volllizenz beantragt. (gp) 

rbb-Spitze verteidigt Einsparungen bei Radiowellen

Die Spitze des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) hat die Mitte Oktober angekündigten Kürzungen bei Info- und Kulturradio verteidigt. Vor dem Rundfunkrat des Senders sagte Intendantin Dagmar Reim am Donnerstag in Berlin, angesichts der nicht ausreichenden Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag müsse der Sender reagieren.
Inforadio wird künftig eine Stunde später starten und in der Zeit zwischen 5 und 6 Uhr morgens weiter die ARD-Infonacht übernehmen. Alle anderen sendeten dort ohnehin das gemeinsame Programm, argumentierte Programmdirektorin Claudia Nothelle. Zudem habe man zu dieser Zeit noch nicht so viel Neues zu berichten.
Die stündlichen Nachrichten bei Kulturradio sollen von Inforadio kommen. Es werde über regionale Kulturnachrichten zur halben Stunde nachgedacht, so Chefredakteur Christoph Singelnstein. Bei Kulturradio sollen 17 Kollegen, vor allem Freie, betroffen sein. (gp)

Zum 60. Geburtstag die Kündigung

Erst sangen im Mai rund 1.000 Frauen und Männer dem Gruner + Jahr-Magazin Brigitte auf der Hamburger Michelwiese ein Geburtstagsständchen. Im Juni öffnete dann die Redaktion feierlich ihre Türen, um Lesern Einblicke in den „Backstage“-Bereich ihrer traditionellen Zeitschrift zu geben und im Oktober kam dann schließlich die schockierende Ankündigung: bis Jahresende müssen alle schreibenden Redakteure des Leitmediums, samt ihrer Ableger wie Brigitte Woman und Brigitte Mom gehen.

Laut Plan dürfen zukünftig nur noch die Leitungsebenen der Brigitte-Gruppe bleiben, um in einem „agilen, kreativen und flexiblen Kompetenzteam“ die Titel zu gestalten, heißt es laut Spiegel Online in einem internen Papier des Gruner + Jahr Verlags. Mit anderen Worten: Die Inhalte der Magazine werden in Zukunft ausschließlich von freien Autoren produziert. Derzeit sind 90 Mitarbeiter bei den Brigitte-Titeln beschäftigt. Bis Jahresende sollen 11 Redakteure eine betriebsbedingte Kündigung erhalten.

Für den Bundesvorsitzenden des Deutschen Journalisten-Verbands, Michael Konken, gleicht die Entscheidung des Gruner + Jahr Managements einer „sozialen Verantwortungslosigkeit in Reinform“. Auch der Mediaberater Thomas Koch kommentiert die Ankündigung via Twitter als „Untergang der deutschen Zeitschriftenkultur“.

Es ist der Beginn, des im August von Gruner + Jahr angekündigten Sparpakets, das vorsieht, in den nächsten drei Jahren bis zu 400 Stellen abzubauen. Neustrukturierungen sind auch für die Geo-Redaktionen geplant. Demzufolge sollen 14 Mitarbeiter Anfang nächsten Jahres gehen. Darüber hinaus werden die Titel Geo Saison und Geo Spezial zukünftig von einer gemeinsamen Redaktion produziert und sollen, wie auch die Brigitte mehr Inhalte von Externen beziehen. 

„Anzeigenblätter sind eine verlässliche Größe im zersplitterten Werbemarkt“

Der BVDA-Präsident Alexander Lenders eröffnete die Herbsttagung der Anzeigenblattbranche und lud seine Mitglieder auf das Branchentreffen der Anzeigenblattverlage ein. Vom 9. bis 10. Oktober 2014 tagen mehr als 250 Verlagsvertreter in München und beraten über aktuelle Entwicklungen der Branche und Zukunftsperspektiven von Anzeigenblättern im Media-Mix. 



Lenders forderte die Anzeigenblattverlage auf, sich auf ihre Stärken zu besinnen und weiterhin kreative Ideen zu entwickeln. „Bei allen digitalen Unternehmungen, zu denen auch wir im lokalen Bereich aufgerufen sind, sollten wir Print besonders im Fokus behalten“, forderte Lenders. Anzeigenblätter würden weiterhin ein attraktives Medium für Leser und Werbekunden bleiben.

Thematischer Schwerpunkt des ersten Kongresstages war das Mindestlohngesetz und seine Auswirkungen auf Anzeigenblattverlage. Im Bereich der Zustellung müssten Anzeigenblattverlage ihre Entlohnungssysteme von Stück- auf Stundenlohn umstellen. Kongressteilnehmer in Fachvorträgen und Workshops diskutierten die hierzu verschiedenen Möglichkeiten.

Am zweiten Kongresstag ging es um die Frage, wie die Vorzüge der Gattung Anzeigenblatt in der Zukunft noch stärker mit Leistungsdaten untermauert werden könnten, um den Anforderungen der Werbetreibenden zu begegnen. „Unser Anspruch als Werbekunde ist eine hohe Verteilerqualität und dass neben Prospekten auch Anzeigenschaltungen verteilergebietsgenau geplant werden können. Zudem ist es wichtig, dass das Timing stimmt. Wochenblätter können sich optimal auf diese Bedürfnisse einstellen und damit weiterhin die hohe Flexibilität beweisen, die sie als Werbeträger unverzichtbar macht.“, sagte Reinhold Gütebier, Gesamtvertriebsleiter und Sprecher des Möbelunternehmens Segmüller dazu.

Während der BVDA-Herbsttagung findet eine kongressbegleitende Messe statt, auf der Dienstleister von Anzeigenblattverlagen ihre Leistungen und Produkte vorstellen.

 

 

 

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