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Huffington Post Deutschland – Redakteure schwärmen aus

 

Seit dem 7. Dezember sind sie in Deutschland unterwegs – die Redakteure der Huffington Post Deutschland in München. Die 20-köpfige Redaktion hat ihre Arbeitsplätze verlassen, um von unterwegs Artikel, Blogbeiträge und Videos zu publizieren. Dahinter steckt die Aktion „Wie geht es uns?“, bei der das gesamte Huffington-Post-Team eine Woche lang die Stimmung der Menschen vor Ort erspüren soll, im Kielwasser der Flüchtlingskrise, des Konflikts mit Russland und der islamistischen Terrorangst. HuffPost-Chefredakteur Sebastian Matthes möchte in Erfahrung bringen, wie „Familien, Lehrer, Erzieher und all die anderen Menschen in die Zukunft“ blicken.

Die Redakteure besuchen dafür Grenzorte, die im Brennpunkt der Flüchtlingskrise stehen, interviewen Unternehmer, die Migranten beschäftigen, verkaufen aber auch Obdachlosenzeitungen, um die Perspektive zu wechseln, sprechen mit obdachlosen Jugendlichen oder berichten aus dem Landkreis mit der höchsten Geburtenrate. Zusätzlich sollen aktuelle Umfragen helfen, die Stimmung im Land zu ergründen. Laut HuffPost-Geschäftsführer Daniel Steil entwickelt sich der Traffic gut und wirtschaftlich stehe das Medium gut da, deshalb werde weiter in Journalismus investiert. (sgo)

Berliner Zeitung: Neuer Leiter Lokalressort 

 

Arno Schupp übernimmt vom 1. Januar 2016 an die Leitung des Lokalressorts bei der Berliner Zeitung. Der 46-Jährige kommt vom Bremer Weser-Kurier, wo er zuletzt ebenfalls die Lokalredaktion leitete. Die Medienmarke Berliner Zeitung hatte Mitte November ihr regionales Angebot um täglich vier Seiten erweitert, mit mehr lokalem Sport, Ausgeh-Tipps und regionaler Wirtschaft.

Chefredakteurin Brigitte Fehrle freut sich „mit Arno Schupp das lokale Angebot der Berliner Zeitung über alle Kanäle“ weiterzuentwickeln. Ralph Kotsch, stellvertretender Chefredakteur der Berliner Zeitung und Ressortleiter Berlin/Brandenburg, gibt die Zuständigkeit für das Lokalressort zum Jahresende ab und konzentriert sich künftig auf seine Aufgaben in der Chefredaktion.

Arno Schupp hat Politik und Sozialwissenschaften an der Universität Bremen studiert und bei der Märkischen Oderzeitung in Frankfurt/Oder volontiert. Von 2012 bis Anfang 2015 war er TV-Reporter beim Magazin „Buten un binnen“ und weiteren ARD- und NDR-Formaten, zuvor Redakteur beim Weser-Kurier. 

„Kurzatmiger, härter, polarisierter“

Die Zyklen der Berichterstattung würden immer schneller, der Rückgriff auf Hintergrundfakten und Chroniken entfalle und damit der Tiefgang. Letztlich gebe es immer mehr Echtzeit-Berichterstattung. So beschrieb der frühere Regierungssprecher und heutige Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, die Crux des Journalismus. Auch die Politik unterliege diesem Prozess. „Vieles kann nicht mehr reifen, sondern muss direkt angegangen werden“, sagte Wilhelm. Der Journalismus werde „kurzatmiger, härter, polarisierter“, so seine Diagnose, die Bundestagspräsident Norbert Lammert am Ende noch mit „faktenarm, aber meinungsstark“ verstärkte.

In der Reihe „Vom Glanz und Elend der öffentlichen Rede“ in der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin fragte Wilhelm am Dienstagabend, ob die Formen der Kommunikation heute schon ausreichten, welche Rolle sie einnähmen, ob Qualitätsmedien oder Schwarmintelligenz? „Wir brauchen das Mitdenken der Vielen.“ Aber aus seiner Sicht seien Qualitätsmedien wichtig für die Stabilität der Demokratie, wobei aber durchaus zu hinterfragen sei, ob Journalisten Aspekte ausblendeten oder in einer Sache über alle Medien hinweg zu ähnlich seien. Seine Antwort auf die Beschleunigung der Zyklen heiße „noch mehr Fachredaktionen, gute Recherche und auf allen Ausspielwegen gute Angebote machen“. Im Netz sei man dann auf Augenhöhe mit anderen und kein Massenmedium mehr.

Prof. Christoph Neuberger bescheinigte, dass die klassischen Medien zwar noch sehr wichtig seien im Netz, ihre Markenbindung aber nachlasse. Im Internet fehlten noch Formate für die politische Diskussion. Solche Foren für den „gepflegten Dialog“ gelte es zu schaffen. Den klassischen Medien fehle die Experimentierfreude. Sie sollten stärker die Rolle des Moderators übernehmen, forderte der Kommunikationswissenschaftler von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Das Stichwort sei Entschleunigung. „Das Internet ist unheimlich formbar. Wir stehen da noch ganz am Anfang.“ (gp)

Radio: Konvergente Planung ab sofort 

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. (agma) hat heute (19. November 2015) auf ihrer Homepage die ma 2015 Audio und damit erstmals konvergente Radioreichweiten publiziert. Sie ergänzt damit die ma Radio um Hörerzahlen für Webradios. Neben den in der ma Radio ausgewiesenen klassischen Radioangeboten enthält die ma Audio Reichweiten für 15 Online-Audio-Einzelsender, 39 Online- Audio-Werbekombinationen und 45 Konvergenzangebote. Axel Pichutta, Vorstandsvorsitzender der agma und Vorstand Agenturen, will damit Werbungtreibenden und Agenturen die Möglichkeit einer „konvergenten Radioplanung auf einer einheitlichen Datenbasis“ geben. Werbungtreibende, Agenturen und Medien haben das Modell der Studie gemeinsam verabschiedet. Damit ist die ma 2015 Audio ab sofort die crossmediale Währung für Radio-Werbeinvestitionen.

Zum Hintergrund: Die ma Audio verknüpft drei Studien – die bisherige ma Radio und die Logfile-basierte Messung der ma IP Audio sowie eine eigens erhobene Online-Tagebuchstudie: Die ma Radio basiert auf einer repräsentativen Befragung von knapp 80.000 Personen ab 14 Jahren und gibt Auskunft über die Radionutzung der Bevölkerung insgesamt – unabhängig vom Empfangsweg. Die ma IP Audio erfasst per Logfile-basierter Messung gezielt Online-Audio-Angebote. Die Online-Tagebuchstudie liefert die Information, welche Personen über welche Geräte welchen Sender hören.

Auch der Vermarkter RMS (Radio Marketing Service) hat an der Konvergenzwährung mitgearbeitet und eigene Produkte entwickelt, die zum Beispiel Radio-Kombis mit UKW- und Online-Angeboten umfassen.

Aktuelle Reichweiten siehe www.agma-mmc.de oder www.rms.de ) (sgo) 

Olympia als Medienerlebnis für alle? Erstes Gespräch zwischen Sendern

Es hat bislang schon ein „Gespräch von informativem Charakter“ gegeben, sagte ZDF-Chefredakteur Peter Frey zur möglichen Kooperation mit Discovery Networks bei der Olympia-Berichterstattung. Der Sender hat die Fernsehrechte für die Olympischen Spiele von 2018 bis 2024 bekommen und hat sich verpflichtet, 200 Stunden von den Sommer- und 100 von den Winterspielen live zu übertragen. ARD und ZDF, so hält Frey bei einer Diskussion in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin fest, hätten Olympia zu dem gemacht, was es in diesem Land ist. Die Öffentlich-Rechtlichen hätten sich auf deutsche Helden und Geschichten fokussiert, ergänzt durch den kritischen Blick etwa auf Doping sowie Dokumentationen zu Land und Leuten.

Werner Starz, Director Product Development von Eurosport, hielt Frey entgegen, der Sender wolle Partnerschaften eingehen. In einem halben Jahr könne Eurosport „vielleicht sagen, wie es je Land aussehen werde“. Er erinnerte daran, dass Eurosport zu über 50 Prozent aus olympischen Sportarten bestünde. Zwölf Mal hintereinander habe man in Zusammenarbeit mit der EBU Olympische Spiele übertragen. Eurosport 1 bleibe dabei frei empfangbar. Ob Eurosport alles so könne wie ARD und ZDF, vor deren Olympia-Berichterstattung er im Übrigen Respekt habe, meinte Starz, grundsätzlich könne das Discovery. Letztlich räumte auch Frey ein, dass man nicht so weit voneinander entfernt sei. Immerhin kaufe das ZDF von Discovery Networks Beiträge und arbeite mit Eurosport zusammen. Er stellte aber klar, dass das ZDF nicht auf Sportarten verzichten werde, die für Deutsche wichtig sind. Man wolle dabei auch nicht nur das „Vorspiel, sondern auch die Höhepunkte“. Noch mehr Fragen stellten sich mit der Berichterstattung über die Paralympics.

Henk Erik Meier, Professor für Sportsoziologie in Münster, nannte als einen Grund für die Vergabe an Discovery Networks, dass das IOC die Veranstaltung verjüngen wollte. Insofern fand Starz die Anregung eines jungen Mannes aus dem Publikum durchaus bedenkenswert, per Voting abstimmen zu lassen, welche Sportarten innerhalb der 200 Stunden Olympia-Übertragung gesendet werden. (gp)
 

Total Video – Deutsche TV-Plattform feiert Jubiläum

In der jüngeren Generation ist der Fernsehbegriff losgelöst vom TV-Gerät. Doch sei das Fernsehen dabei, den Sprung von „Television“ zu „Total Video“ erfolgreich zu meistern. So lautet ein Fazit der Deutschen TV-Plattform, die ihr 25jähriges Jubiläum mit einem Symposium in Berlin feierte. Für 78 Prozent der 14- bis 19-Jährigen ist Fernsehen weder an ein Programmschema noch an ein Endgerät gebunden. Zugleich assoziieren 57 Prozent der Befragten einer eigens beauftragten Zuschauerbefragung auch den zeitversetzten Abruf von Sendungen mit dem Begriff „Fernsehen“.

Als wichtigste TV-Innovation der letzten Jahre empfinden laut Umfrage 60 Prozent der Verbraucher den Flachbild-Fernseher. 20- bis 29-Jährige begeistern sich demnach überdurchschnittlich für Smart-TV und Ultra HD. Künftig sollte die Bildqualität „genauso gut wie die Realität“ sein, wünscht sich demnach fast die Hälfte der Zuschauer. Über ein Viertel der Befragten könnten sich durchaus dafür begeistern, dass TV und Zimmerwand eins werden oder TV als Hologramm dreidimensional frei im Raum stehe.

Interessant beim Thema Auffindbarkeit das Start-up tweek. Founder und Managing Director Marcel Düe zeigte seinen Weg: durch die Verknüpfung mit Social Media. Der Nutzer logge sich über Facebook ein. Dann kommen etwa solche Empfehlungen: ´Aus der Mediathek Ina´s Nacht, weil dort Jan Böhmermann zu Gast ist, dem Du auf Twitter folgst.´ Oder: ´Heute Abend Bayern München gegen Arsenal, weil Du drei Bayern-Spielern auf Facebook folgst.´ Oder: ´House of Cards, weil Du Kevin Spacey magst.´ Dabei gebe es auch kein weiteres Problem mit den Daten, denn die hätten die Nutzer ja ohnehin bereits alle gegeben. (gp)
 

Berliner Zeitung: Der Lokalteil wächst


Die Berliner Zeitung wird ab Samstag mit vielen Neuerungen erscheinen. Vor allem betreffe das den Berlin-Teil, teilte die Redaktion ihren Lesern mit. Jeden Tag würden sich vier zusätzliche Seiten mit Ereignissen und Nachrichten aus der Stadt befassen, so Ralph Kotsch, stellvertretender Chefredakteur und Leiter des Ressorts Berlin/Brandenburg. Hinzu kämen neue Rubriken wie „Ich und mein Kiez“, mit der das Blatt am Samstag starte. Es folge „Berlin im Test“. Oder man präsentiere in Kooperation mit Tierpark und Zoo „Das Tier der Woche“. Bis zum Samstag will die Redaktion täglich die neuen Seiten vorstellen. (gp)
 

Axel Springer steigert Ergebnis im dritten Quartal deutlich

Im dritten Quartal stieg das EBITDA des Medianhauses deutlich an und lag um 32,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Neben den Rubrikenangeboten trugen auch die Bezahlangebote zum Zuwachs des EBIDA von 25,2 Prozent bei. Der Konzernumsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7,3 Prozent. Daher hebt der Konzern auf Basis der Entwicklung in den ersten neun Monaten die Umsatzprognose für das Gesamtjahr an und bestätigt die EBITDA-Prognose. In den ersten neun Monaten profitierte Axel Springer von der anhaltend dynamischen Entwicklung seiner digitalen Aktivitäten. Sie trugen mehr als 60 Prozent zum Konzernumsatz und mehr als 70 Prozent zum Konzern-EBITDA bei. Insgesamt steigerte Axel Springer den Konzernumsatz von Januar bis September um 8,9 Prozent. Das EBITDA legte im Neunmonatszeitraum um 8,8 Prozent zu. Mit einer EBITDA-Rendite von 16,7 Prozent blieb Axel Springer weiterhin hochprofitabel.

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE: „Unsere Priorität in diesem Jahr ist Wachstum. Mit den Rubrikenangeboten und journalistischen Marken in Europa und zunehmend auch im englischen Sprachraum sehen wir großes Potenzial. Durch die Akquisition von Business Insider hat sich Axel Springer bei der Reichweite vom Marktführer in Europa zu einem der größten Digitalverlage weltweit entwickelt.“

Gleichzeitig kündigte Döpfner den Start der deutschen Ausgabe von Business Insider für den 16. November an. Das Portal ist in Karlsruhe bei Finanzen.net angesiedelt, die bereits für das internationale Angebot Beiträge mit deutschem Fokus beisteuern. Außerdem kündigte Döpfner ein Joint-venture für die Vermaktung von Bewegtbildern, zusammen mit Viacom, an.

Publishers´ Summit in Berlin: Hohe Politik und neue Kampagne

Die Message des ersten Tages: die Bundesregierung versteht die Zeitschriftenverleger. Nicht nur, weil die Bundeskanzlerin abends auch mal gern in den Magazinen schmökert. Angela Merkel weiß, dass die Zeitschriftenverleger verlässliche Rahmenbedingungen brauchen, wie sie VDZ-Präsident Hubert Burda zu Beginn des Publishers´Summit am Montag in Berlin noch einmal einforderte. Um Kooperationen etwa im Anzeigenbereich zu erleichtern, prüfe die Bundesregierung gerade, wie eine entsprechende Regelung umzusetzen sei, erklärte Merkel. Allerdings, so warb die CDU-Politikerin nicht nur an dieser Stelle um Verständnis, stoße man immer wieder an europäische Grenzen. Aber auch in Europa setze sich die Bundesregierung dafür ein, betonte die Kanzlerin und bestätigte die lobenden Worte Burdas für den deutschen EU-Kommissar Günther Oettinger. „Der macht das prima“, so Merkel. Beim Urheberrecht zeichneten sich aber nur kleine Schritte ab. Die Harmonisierung werde Zeit brauchen, zumal keine qualifizierte Mehrheit reiche. Der Richtlinie müssten alle Mitglieder zustimmen. Sie nannte den Weg der Bundesregierung, wissenschaftlich daran zu gehen, einzig gangbar.

In Deutschland stellte sie eine baldige Kabinettsentscheidung zu den Verwertungsgesellschaften in Aussicht. Der Entwurf zum Urhebervertragsrecht befinde sich in der Abstimmung, so die Kanzlerin weiter. Sie wünschte sich, dass die Verleger mit einer Stimme sprächen. Und sie warb für das transatlantische Handelsabkommen TTIP, das auch Vorteile für die Verleger bringe - und erntete den Beifall der Verleger. Beim Thema Mehrwertsteuersätze plädierte sie dafür, dass die auch für eBooks und ePaper abgesenkt würden. Dazu müsse aber das europäische Steuerrecht geändert werden.

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) stellte am ersten Tag die neue B2B-Kampagne „Editorial Media“ vor. Sie löst „Print wirkt“ ab und ist für Publikums- und Fachzeitschriften gedacht. Damit wolle der Verband den neuen Begriff und sein neues Selbstbewusstsein etablieren, sagte Alexander von Reibnitz, Geschäftsführer Print und Digitale Medien beim VDZ, bei der Vorstellung der neuen Kampagne. Arne Bergmann, Managing Director Marketing bei Media Impact, meinte dazu, die Verlage hätten zuletzt selbst am stärksten am Abgesang auf Print gearbeitet. Neben dem Logo wird immer mit dem Spruch „Editorial Media ist professioneller Journalismus auf allen Kanälen und hochwertiges Umfeld für Marken. Garant der hohen journalistischen Qualität sind die deutschen Verlage“ geworben. Die von der Agentur Zum Goldenen Hirschen entworfene Kampagne richtet sich an die werbungsreibende Industrie und Agenturen, der Verband geht „von einem kleinen sechsstelligen Betrag“ aus, um die Anzeigen in Fachmedien in Print und digital zu schalten. (gp)
 

Neue Rahmenbedingungen für Breitbandausbau nötig

Die Telekommunikationsunternehmen haben erneut dafür plädiert, dass die Kunden für den Ausbau der Netze und Dienste stärker zur Kasse gebeten werden. „Bislang geht es immer nur darum, günstiger zu werden - trotz mehr Services“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Ericsson, Stefan Koetz. Auf einer Veranstaltung der Breitbandinitiative in Berlin erklärte er: „der Breitbandanschluss bietet mehr als Kunden dafür heute zahlen“. Das sei der Widerspruch heute, den es zu lösen gelte. Für Hermann Rodler, Managing Director von Nokia Solutions and Networks, wird sich der Netzausbau in wirtschaftlich schwachen Regionen nicht rechnen, sollte die Regierung nicht ähnlich wie in China oder den USA ein spezielles Programm dafür auflegen. Um Verkehr, eHealth und andere Services für wirklich alle zu bieten, sei ein Technologiemix ratsam. Ulrich Adams, Vorstandsbeauftragter für den Breitbandausbau bei der Deutschen Telekom, erklärte, 70 Prozent der Investitionen gingen allein in den Tiefbau zum Verlegen der Kabel. 32 deutsche Städte seien mit Glasfaser voll ausgebaut. „Der Markt ist noch nicht so abnahmebereit für Glasfaser bis ins Wohnzimmer.“ Um das Ziel der Bundesregierung umzusetzen, bis 2018 flächendeckend Breitband auf mindestens 50 MBit zugänglich zu machen, müssen laut Telekom noch sechs Millionen Haushalte angeschlossen werden. Das sei zu schaffen, allerdings gehe die Telekom an die Grenzen, um das Ziel umzusetzen. Einen 100prozentigen Ausbau würde er nicht versprechen wollen. „Lassen Sie uns von flächendeckend reden, ob es nun 95 oder 97 Prozent sind.“ Alle waren sich einige, dass fehlende Strukturen die Landflucht von Familien und Gewerbe beschleunigt.
„Die Regulierung verhindert hier, dass sich zwei Zugpferde zusammensetzen und vorangehen“, wie das in den USA möglich sei, beklagte Rodler. „Neue Ökosysteme an regulatorischen Rahmenbedingungen“ seien nötig. Telekom-Mann Adams forderte eine „einfachere Förderkulisse“. (gp)

 

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