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Im Fokus von Pictures: Das Bild – mit Anleitung zum Nachmachen
Wer sich von dem Pictures Magazin eine Coffeetable-Lektüre mit großformatigen Bildern erhofft, wird enttäuscht: Das zweimonatlich erscheinende Magazin aus dem Sonic Media Verlag möchte auf 132 Seiten „das Fotografieren in den Mittelpunkt stellen, ohne dabei zu techniklastig aufzutreten“. Die angepeilte Marktlücke wird in der ersten Ausgabe geschlossen.
Die Lesergalerie am Anfang des Heftes, gleich nach dem Editorial und dem Inhaltsverzeichnis, dient dem Zweck des Magazins: Fotografieren. Den Lesern wird mit Beispielen anderer Hobbyfotografen gezeigt, dass ein gelungenes Foto keine Zauberei ist. Zu jedem Bild werden neben Fotograf und Titel auch die Aufnahmedaten wie Kamera-Model, Objektiv und ISO genannt. Sogleich schießt einem die Frage durch den Kopf „Kann meine Kamera das auch?“. Wenn dann das eigene Ergebnis tatsächlich den Beispielen im Magazin entspricht, haben die Macher ihre eigene Unterzeile bei der Produktion von Pictures verinnerlicht: „... mehr Spaß am Fotografieren“.
Wenn Spaß aufkommen soll, dürfen Tipps und Tricks für gutes Gelingen natürlich nicht fehlen. Fündig wird der Leser in den Anleitungen für perfekte Schwarzweiß-, Natur-, Stillleben- und Porträtaufnahmen. Berichte über iPhone-Fotografie (inklusive der Vorstellung einiger hilfreicher Apps), Motivwahl, Nachbearbeitung und effektiver Rauschreduzierung runden den Serviceteil ab.
Ebensowenig wie die Tipps und Tricks dürfen vermutlich die Test-Berichte über neue Kameras fehlen. In Zeiten des Internets ist es jedoch fraglich, ob derlei Tests den Leser zum Kauf des Magazins animieren – insbesondere wenn die Redaktion ihre Tests selbst kostenlos auf Pictures-magazin.de zur Verfügung stellt.
Pictures erscheint zunächst in einer Druckauflage von 40.000 Exemplaren und kostet 6,00 Euro.
Antonia Seifert
