Titel textintern
Die neueste Print-Ausgabe wird jeden Mittwoch unseren Abonnenten zugestellt.
text intern
liefert die wichtigsten Personal-News der Woche, zeigt die besten Fotos von Events und nennt die Geburtstage von Ihren Geschäftspartnern.
Bitte die email angeben.Kein Mailformat
Newsletter bestellen oder abbestellen

#Sklavando: Staatsanwaltschaft Erfurt ermittelt gegen RTL-Reporterin

Nach der Undercover-Reportage über Zalando hat der Textilversand Anzeige gegen die RTL-Reporterin Caro Lobig erstattet. Der Vorwurf: Verrat von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen. Im Gegenzug habe auch die Reporterin mit Verdi eine Kündigungsschutzklage gegen das Unternehmen eingereicht. So berichtet Handelsblatt Online. Lobig hatte drei Monate im Logistikzentrum des Onlineversands gearbeitet und mit versteckter Kamera vielerlei Verstöße gegen das Arbeitsrecht dokumentiert. Zu sehen war der Beitrag am Montagabend in Extra – Das RTL-Magazin. Zalando weist die Vorwürfe zurück. "Aus unserer Sicht entspricht diese Darstellung in keiner Weise der Unternehmenskultur und Mitarbeiterstimmung in der Logistik von Zalando", heißt es auf der Unternehmensseite. Bedauerlicherweise habe man im Vorfeld keinerlei Anfragen der RTL Extra-Redaktion erhalten, um zu den Kritikpunkten Stellung zu nehmen. RTL hält dagegen, dass sich der Textilversand trotz Nachfrage nicht habe äußern wollen.

Derweil tobt der Shitstorm über die Facebook-Seite des Unternehmens, auf der es heißt: "Liebe Follower,
auch wir sind über den Beitrag erschüttert. Wir setzen uns kritisch mit dem eigenen Unternehmen auseinander und nehmen die Vorwürfe sehr ernst." Darunter reihen sich Kommentare um Kommentare. Der Inhalt der meisten: Bei euch bestelle ich nichts mehr. Ob die Empörungswelle so nachhaltig ist, dass sie sich merklich auf die Verkaufszahlen von Zalando auswirkt, bleibt abzuwarten. (ls)

ProSiebenSat.1 schuldet um

ProSiebenSat.1 schuldet um und will durch eine günstigere Refinanzierung bis 2018 eigenen Angaben zufolge 50 Millionen Euro einsparen. Das Unternehmen löst mit einer 600 Millionen-Euro-Anleihe und einem unbesicherten Darlehen über 1,4 Milliarden Euro einen besicherten Kredit über 1,86 Milliarden Euro ab, wie ProSiebenSat.1 mitteilte. "Wir stellen unsere Finanzierung auf eine breitere Basis, verlängern und diversifizieren das Laufzeitenprofil – und das zu verbesserten Konditionen", sagt Finanzvorstand Axel Salzmann. "Dass beide Transaktionen deutlich überzeichnet waren, untermauert die Attraktivität von ProSiebenSat.1 aus Investorensicht."

Die bis April 2021 laufende Anleihe wird mit 2,625 Prozent verzinst. Der neue Kredit hat eine Laufzeit von fünf Jahren, also bis Juli 2019. Dazu kommt eine Kreditlinie von 600 Millionen Euro. (mm)

Pläne für Yahoo statt Google auf Apple-Geräten

Das wäre ein Coup für die Yahoo-Chefin Marissa Mayer: Medienberichten zufolge versucht sie Apple davon zu überzeugen, künftig Yahoo statt Google als Standardsuchmaschine auf allen iOS-Geräten vorzuinstallieren. Unter Berufung auf das US-Technik-Portal re/code, das wiederum über interne Yahoo-Informationen verfügen will, wird berichtet, dass Mayers Bemühungen schon weit gediehen seien.

Sollte es gelingen, die Apple-Manager zu überzeugen, könnte das den ersehnten Schwung für Yahoo geben: Durch die Voreinstellung einer Suchmaschine werden große Mengen Traffic zur Vermarktung beim jeweiligen Anbieter generiert. Dies, so der US-Branchendienst Apple Insider, soll Google bisher rund eine Milliarde Dollar jährlich wert sein. (kv)

Der Reihe nach – Medienpolitik unter Termindruck

Noch gibt es auf Länderebene und selbst in der bei Medienfragen federführenden Regierung in Rheinland-Pfalz keine gemeinsame Position zu einem neuen ZDF-Staatsvertrag nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Nach dem Urteil vom 25. März ist der Vertrag in wesentlichen Teilen verfassungswidrig, die Zusammensetzung von Fernseh- und Verwaltungsrates verstoßen demnach gegen die Rundfunkfreiheit.

Wie der Leiter des Medienreferates der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, Harald Hammann, am Mittwoch in Berlin bei einer Veranstaltung des Instituts für Europäisches Medienrecht sagte, werde es am 7. Mai eine erste Diskussion der Rundfunkkommission der Länder geben. Am 11. Juni würde die ein Eckpunkte-Papier besprechen, auf dessen Grundlage die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) der Länder einen Tag später ein offizielles Verfahren zur Änderung des ZDF-Staatsvertrages einleiten könnte. Im Oktober könnten die Länderchefs in eine „tiefere Diskussion“ einsteigen. Letztlich müssten Mitte 2016 die Gremien nach einem neuen Verfahren besetzt werden, sagte Hammann, der sich „mehr Spielraum für die Auslegung des Urteils“ wünschte. Die Politik stünde unter Druck, weil auch noch weitere medienpolitischen Themen auf der Tagesordnung stünden, wie etwa die Evaluierung des Rundfunkbeitrages, der Jugendmedienschutz und die Spartenprogramme einschließlich des Jugendkanals. Deshalb soll im Juli eine Sonder-MPK eingeschoben werden. (gp)

Grimme-Chef Kammann: "Dritte Programme abschaffen"

Der scheidende Direktor des Grimme-Instituts, Uwe Kammann, hat erneut dafür plädiert, die dritten Programme der ARD abzuschaffen. Stattdessen sollte es regionale Fenster geben. „Vielleicht haben sich die Dritten echt überlebt“, sagte Kammann auf einer Diskussionsveranstaltung in Berlin. Seiner Ansicht nach brauche es in der digitalen Welt auch keine Spartenkanäle. Mit dem Geld sollte lieber das Risiko für neue Projekte getragen werden. „Vielleicht versenkt man auch mal ein paar Millionen“, um innovative Formate auszuprobieren.

Die Fernsehdirektorin des Bayerischen Rundfunks, Bettina Reitz, mahnte, dass der Jugendkanal jetzt schon zu spät komme. Die Länder sollten die Sender „doch einfach mal machen und probieren lassen“. Die Chefin der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, Jacqueline Kraege, sagte, der „Startschuss“ werde im Herbst erfolgen, dann beschäftigten sich die Länder abschließend mit dem Thema. „Einige Kollegen haben Schwierigkeiten, sich Trimedialität vorzustellen“, so die Staatssekretärin. (gp)

Einigung in der Druckindustrie

Über fünf Runden erstreckten sich die Verhandlungen zwischen dem Arbeitgeberverband bvdm und ver.di für die rund 150.000 Beschäftigten der Druckindustrie. Das Ergebnis: Ab dem 1. Mai gilt ein neuer Flächenlohntarifvertrag, der eine Erhöhung der Löhne und Ausbildungsvergütungen um drei Prozent sowie um ein weiteres Prozent ab April 2015 vorsieht. Der neue Vertrag soll bis März 2016 gelten. Ursprünglich hatte ver.di 5,5 Prozent und eine Laufzeit von 12 Monaten gefordert, der bvdm hatte 1,8 Prozent zum 1. Mai 2014 und nochmal 1,2 Prozent zum 1. Mai 2015 angeboten. (kv)

Springer launcht iPad-Magazin zu Erstem Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg digital erzählt: Mit Epos startet Axel Springer ein neues Erzählformat auf dem iPad. Als Wissens- und Geschichtsmagazin bereitet es große Geschichten und Themen multimedial auf. Der Nutzer steuert die App durch das Scrolling des Textes, zusätzliche Inhalte wie animierte Grafiken, Fotos oder Videos werden automatisch eingeblendet. Sie umfasst zehn Kapitel und lässt sich um später erscheinende Zusatzkapitel erweitern. Den Anfang macht der Erste Weltkrieg, dessen Beginn sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt. Für das Digital-Magazin kooperierte Springer mit dem Deutschen Historischen Museum in Berlin. 

Epos wurde zusammen mit dem Ideen- und Entwicklungslabor Axel Springer Ideas und einem kleinen Projektteam unter der Leitung von Hans Evert entwickelt. Für Ulrich Machold von Axel Springer Ideas lässt sich das Format erweitern: „Mit Epos haben wir ein Gerüst für lange Erzählformate gebaut, das die Welt-Gruppe demnächst für andere Multimedia-Angebote nutzen kann. Aber wir möchten damit auch ausprobieren, wie Journalismus auf Tablets irgendwann aussehen könnte. Deshalb ist Epos auch ein Experiment." Die erste Ausgabe ist über den App-Store erhältlich und kostet 6,99 Euro. (ls)

Insolvente Abendzeitung erhöht Verkaufspreis

Die insolvente Abendzeitung (AZ) in München erhöht ihren Verkaufspreis. Das hat der Verlag mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters, Rechtsanwalt Axel W. Bierbach, beschlossen. Ab dem 28. April kostet die Regionalzeitung von Montag bis Freitag ein Euro, noch beträgt der Preis 60 Cent. Für die Wochenendausgabe steigt der Preis von 80 Cent auf 1,20 Euro.

Diese Entscheidung sei ein wichtiger Schritt, die strukturellen Verluste des Verlags zu verringern und den Verkauf an einen Investor zu ermöglichen, teil der Insolvenzverwalter mit. Zuvor war es Bierbach bereits gelungen, sich mit der Süddeutschen Societäts-Druckerei GmbH über eine Reduzierung der Druckkosten für das Blatt zu verständigen.

"Die Abendzeitung hat seit zwölf Jahren ihre Verkaufspreise trotz gesunkener Auflage und höherer Betriebskosten nicht mehr angehoben – im Gegensatz zu nahezu allen anderen Zeitungen in Deutschland. Die nun getroffene Entscheidung ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein überfälliger und alternativloser Schritt", sagt Bierbach. Die vollständige Sanierung des Verlags werde nur unter einem neuen Investor möglich sein. "Dazu führen wir derzeit Gespräche mit mehreren Interessenten. Voraussetzung für eine Zukunftslösung ist natürlich, dass Leser und Anzeigenkunden der AZ weiterhin die Treue halten."

Die Preiserhöhung betreffe nur den Einzelverkauf. Die Preise für Abonnenten seien nicht betroffen. Der Verlag will die Preiserhöhung mit einer breit angelegten Werbe- und Imagekampagne begleiten, die am 25. April beginnt und unter dem Motto "Wir verkaufen uns nicht mehr unter Wert!" steht. (mm)

Springer: Hopfen übernimmt Bild-Verlagsgeschäftsführung

Nach der Neuordnung des Springer-Vorstands stellt sich auch der Vorstandsbereich der Bild- und Welt-Gruppe unter der Führung von Jan Bayer neu auf. Den neuen Vorsitz der Bild-Verlagsgeschäftsführung übernimmt Donata Hopfen (38), die seit 2010 als Geschäftsführerin der Bild Digital GmbH den Ausbau der digitalen Aktivitäten der Gruppe verantwortet. Unter ihrer Verantwortung sollen zukünftig alle Digital- und Print-Aktivitäten der Bild-Gruppe eng miteinander verzahnt werden. Dazu gehören vor allem Bild, Bild digital, Bild am Sonntag und B.Z. Parallel dazu bleibt Hopfen Geschäftsführerin der Gesellschaft Bild KG, die 2013 aus der Bild Digital GmbH hervorgegangen ist.

Die Geschäftsführung von Welt-Gruppe/N24 innerhalb des Vorstandsbereiches liegt wie bisher bei Stephanie Caspar und Torsten Rossmann.

Ralf Hermanns (48), bislang Vorsitzender der Verlagsgeschäftsführung Bild-Gruppe, wird Chief Operating Officer des neuen Vorstandsbereiches. Und ist damit für die kaufmännische Steuerung sowie für alle übergreifenden Aufgaben wie Herstellung, Logistik und für das regionale Anzeigengeschäft der Medienmarken Bild und Welt verantwortlich.

Torsten Brand (50), bislang Verlagsgeschäftsführer Sales&Operations und für das Controlling der Bild-Gruppe und Zeitschriften zuständig, wird Vorsitzender der Geschäftsführung von Sales Impact und verantwortet in dieser Funktion auch die Beteiligung von Axel Springer an Vertriebsgesellschaften und Grossisten. Gleichzeitig vertritt er die Interessen des Unternehmens in der entsprechenden Verbandsarbeit.

Zum Vorstandsbereich Bild- und Welt-Gruppe gehören zukünftig auch die Verlagsgruppe Auto, Computer und Sport unter der Verlagsgeschäftsführung von Hans Hamer sowie das Axel Springer Mediahouse Berlin unter Verlagsgeschäftsführerin Petra Kalb. (mm)

 

| Ältere Beiträge >>