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„Auflagen- und Werbeeinbruch werden sich spürbar verlangsamen“

BDZV präsentiert erste Trendumfrage


Der Verband der Zeitschriftenverleger macht es seit Jahren, der der Zeitungsverleger erstmals: am Mittwoch präsentierte der BDZV gemeinsam mit der Unternehmensberatung Schickler in Berlin die Trends der Zeitungsbrache 2015. Präsident Helmut Heinen fasste zusammen, die befragten Unternehmen sähen Umsatzchancen vor allem im Lancieren digitaler Produkte. Zudem gäbe es auch für klassische Märkte deutlich bessere Perspektiven. Insgesamt erwarteten die Verleger, dass sich der Auflagenabschwung spürbar verlangsame und der Werbeeinbruch aufgehalten werde.

Peter Skulimma, einst Geschäftsführer beim Berliner Verlag und im Vorstand der Mecom-Gruppe von David Montgomery, heute Associate Partner bei Schickler, stellte die drei Trends vor: Demnach sank die Auflage 2014 um vier Prozent, in diesem Jahr erwarten die Befragten einen deutlich abgeschwächten Auflagenrückgang von 1,7 Prozent. Die Print-Werbeerlöse sanken 2013 um 9,7 Prozent, 2015 sollen es nur noch 1,3 Prozent sein. Die digitalen Erlöse sollen bei den Verlagen mit dem höchsten Wachstum um rund 20 Prozent wachsen, wobei ePaper eine Renaissance erleben werde.

Zudem zeigten sich zwei qualitative Trends: zum einen stellten sich Verlager breiter auf und entwickelten neue Geschäftsmodelle außerhalb ihres Kerngeschäfts. 40 Prozent der Verlage hätten für dieses Jahr Projekte im Bereich Diversifikation geplant. 2018 würden sogar 60 Prozent der großen Verlage erwarten, bis zu einem Viertel oder mehr ihrer Erlöse außerhalb des Kerngeschäfts zu erzielen. Bei den kleinen sind es 90 Prozent, die hier bis zu zehn Prozent erwarten. Zum anderen werde die als dritter Trend die Digitalisierung in drei Dimensionen vorangetrieben. Neben der digitalen Zeitungsproduktion gäbe es neue digitale Produkte. Ein starker Trend seien zudem digitale Akquisition und Beteiligung. Neue Paid-Content-Produkte würden entwickelt. 103 Verlage hatten 2014 solche Angebote, 50 Prozent der Verlage sagen, es sei strategisch wichtig, Redaktionen mit Technologie-Experten zu ergänzen. Zwei von drei Verlagen planten für dieses Jahr neue digitale Produkte, die über die klassischen Webseiten oder News-Apps hinausgingen. Die Hälfte der Verlage plane, in neue digitale Geschäftsmodelle zu investieren, etwa durch Beteiligungen an Startups.

Skulimma betonte, die Umfrage sei repräsentativ, auch wenn von den angeschriebenen 254 Verlegern und Geschäftsführern nur 67 und damit 26 Prozent geantwortet hätten. (gp)

ARD steigt beim Radioplayer ein

„Die ARD-Anstalten haben sich darauf verständigt, sich - zunächst für ein Jahr - beim Radioplayer zu engagieren. Entsprechend werden wir nun auf die Initiatoren zugehen.“ Auf dieses Statement der ARD haben die Privatradios gewartet, die seit Januar in einer Testphase den Radioplayer online und als App gestartet hatten.

radioplayer.de ist die technische Plattform, auf der die deutschen Radiosender künftig gemeinsam ihre Programme im Internet und mobil auf Smartphones und Tablets anbieten. Fast alle Privatradios sind schon dabei. Ziel ist ein Radioplayer, über den jeder überall alle deutschen Radios empfangen kann. Vorbild und Partner ist der Radioplayer UK aus Großbritannien, der seit vier Jahren von der BBC und den Privaten betrieben wird. „Es geht bei dem Non-Profit-Projekt um die Stärkung des Radios in Deutschland“, sagt Radioplayer Deutschland-Geschäftsführer Hans-Dieter Hillmoth, der auch Geschäftsführer Radio/Tele FFH, Hessen ist. Ende des ersten Quartals soll der Radioplayer Deutschland offiziell in Betrieb gehen. (gp)

„Kein Firlefanz“

Tele 5 startet am Donnerstag den Fußball-Talk „Ultra!“


Wenn Tele-5-Geschäftsfüher Kai Blasberg stolz Neues ankündigt, kann man sicher sein, dass ein gutes Stück Provokation mitmischt. Egal ob die Film-Verarsche mit Oliver Kalkofe oder jetzt der neue Fußball-Talk. Der trägt dann auch gleich den „reißerischen“ Titel „Ultra!“. Das dürfe ruhig provozieren, sagt Blasberg im Vorfeld. Auch wenn er nicht müde wird, den Untertitel „Aus Liebe zum Fußball“ verbal dazuzusetzen.
Am Donnerstag streiten zunächst Dirk Schuster und Felix Magath um „Zirkus Fußball – welche Rolle spielt der Trainer noch?“.

Blasberg hat für die neue Show auf bewährtes Personal zurückgegriffen. Der frühere Doppelpass-Moderator Rudi Brückner soll die Studiogäste befeuern und im Zaum halten. Er kritisiert, es gebe keinen ernsthaften Talk über die wirklichen Probleme mehr, nur seichtes Geschwätz. Thematisierten die anderen das Finanzgebaren, Großsponsoren oder Suchtprobleme der Spieler nicht, so drehe es sich bei „Ultra!“ genau darum. Während sich der meinungsstarke Brückner bei seiner Kritik am FC Bayern nicht wieder einkriegt, verteidigt er RB Leipzig und dessen Großsponsor Red Bull. Die Frage, warum Eigner Dietrich Mateschitz sein Geld nicht in einen der beiden Leipziger Traditionsklubs steckte, wischt Brückner vom Tisch. Der 59-Jährige moderierte noch vor anderthalb Jahren bei Mateschitz´ österreichischem Sender Servus TV.

Das Thema RB Leipzig sieht Brückners Partner im Studio, André Schubert, ganz anders. Der 38-jährige Regisseur und Comedy-Autor, einst Gag-Schreiber für Harald Schmidt oder die „heute-show“, fungiert als „die personifizierte Ansprache für social media“ und geht für Reporterstücke raus.

„Ultra!“ werde „nie aktuelle Themen, sondern gesellschaftlich oder wirtschaftlich relevante Probleme behandeln“, sagt Blasberg, der darauf verweist, dass sein Sender über keine Fußballrechte verfügt. „Kein Firlefanz“, heißt es bei aber 0ihm. Bewusst wurden alle Fangruppen angesprochen. Die einstündige Sendung stehe nicht unter Quotendruck, so der Tele-5-Chef. Nur wenn wirklich keiner donnerstags um 21.15 Uhr den Live-Talk einschalte, müsste er sich von dem Format trennen. (gp)

Patrick Lynen erklärt in seinem neuen Buch „how to get Gelassenheit“


Gute Vorsätze fürs neue Jahr? Wie wäre es mit mehr Gelassenheit angesichts eines schon jetzt hypervollen Terminkalenders, wachsender Anforderungen und Aufgaben mindestens bis zur Jahresmitte?! Die Antwort auf das WIE liefert Patrick Lynen in seinem neuen Buch „how to get Gelassenheit“. Ein Titel, von dem Lynen selbst sagt, er habe etwas Popartiges à la Andy Warhol gesucht.

Der ehemalige Radiomoderator von SWR3, Lockvogel bei „Verstehen Sie Spaß?“, Mitarbeiter der Harald-Schmidt-Show, Werbesprecher für große Marken wie Coca-Cola oder Referent etwa bei der ARD.ZDF medienakademie weiß, worum es geht. Sein Motto heute „Dann ist das jetzt so“ ist eigentlich von einem Kollegen „geklaut", den er in seinem Buch erwähnt, was aber der Sache keinen Abbruch tut. Irgendwann hat es Lynen in seinem ersten Leben erwischt – die Stimme, sein wichtigstes Werkzeug, versagte für eine Weile. Wo andere verzweifeln, zog Lynen die Reißleine und suchte andere Herausforderungen.

(Patrick Lynen: how to get Gelassenheit, KOHA-Verlag Burgrain, 14,95 Euro)

 

text intern verlost drei Exemplare dieses Buches. Senden Sie eine E-Mail an redaktion@textintern.de und die ersten drei Rückläufer (bitte mit komplettem Namen und Anschrift) werden umgehend beliefert!

Karikaturist Westergaard initiiert Aktion zur Unterstützung der Charlie Hebdo-Opfer

 

Nach der Terrorattacke auf die Redaktion von Charlie Hebdo in Paris, Frankreich, haben der dänische Karikaturist Kurt Westergaard und die Galleri Draupner beschlossen, durch den Verkauf einer Special Edition von Westergaards berühmter "FREE SPEECH"-Zeichnung die Arbeit von Charlie Hebdo zu unterstützen, um Presse- und Meinungsfreiheit zu fördern.


JE SUIS CHARLIE

Die Zeichnung kostet 50 € inkl. Porto.

Die gesamte Summe wird, abzüglich Ausgaben, an die Redaktion von Charlie Hebdo überwiesen, um die Hinterbliebenen sowie die Fortsetzung der Arbeit von Charlie Hebdo zu unterstützen.

Käufer der Zeichnung demonstrieren damit ihre Unterstützung für eine freie Welt und das Recht aller Künstler, sich frei auszudrücken.

Nach Eingang des Betrages von 50 € wird die Zeichnung innerhalb von fünf bis acht Tagen an den Käufer geliefert. Weitere Informationen finden Sie hier:

http://www.galleri-draupner.dk


WICHTIG: versehen Sie Ihre Überweisung mit Ihrem vollen Namen und der genauen Postadresse! Der Versand dauert voraussichtlich 5 bis 8 Tage.

Mit freundlichen Grüßen

Kurt Westergaard und Erik Guldager


 

Anschlag auf Pariser Satire-Magazin „Charlie Hebdo“

Der Anschlag auf das als religionskritisch bekannte französische Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ endete für zwölf Menschen tödlich. Seitdem gilt in Paris die höchste Terror-Warnstufe.

Der Präsident der Nachrichtenagentur AFP, Emmanuel Hoog, und AFP-Informationsdirektorin Michèle Léridon haben ihr „Entsetzen“ und ihre „Empörung“ über den „in seiner Brutalität beispiellosen Anschlag auf die Presse in Frankreich“ zum Ausdruck gebracht. Sie bekundeten  ihre  Solidarität und „größtmögliche Unterstützung für die Kollegen von ‘Charlie Hebdo’, die so grausam getroffen worden sind“.

Auch die Redaktionsräume der spanischen Renommierzeitung "El País" sind wegen eines Bombenalarms evakuiert worden. Es handelte sich allerdings um einen falschen Alarm. Ein verdächtiges Paket am Eingang war der Anlass dafür, berichteten Mitarbeiter der Zeitung.

Die Polizei gab Entwarnung als das Paket untersucht wurde. Das Paket war den Angaben zufolge von einem Unbekannten am Eingang des Gebäudes zurückgelassen worden. Über den Inhalt des Pakets ist vorerst nichts bekannt.

Liebe Leser,

ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Die Medienlandschaft war unter anderem geprägt von einschneidenden Einsparungen,  der Auseinandersetzung zwischen Google und den Verlegern um die Verwendung von Inhalten und dem Personalkarussell in den Chefredaktionen. In der letzten text intern-Ausgabe des Jahres haben wir Ihnen einige Highlights zusammengestellt. Und natürlich darf auch der traditionelle Rückblick auf die Branchen-Events des Jahres nicht fehlen.

Wir erscheinen am 15. Januar wieder mit einem Branchenausblick auf das kommende Jahr 2015. Bis dahin wünschen wir Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und für das neue Jahr viel Erfolg bei der Umsetzung all Ihrer geschäftlichen Vorhaben,  damit wir weiterhin darüber berichten können.

Redaktion und Verlag von text intern

Widerrede

In der letzten Ausgabe von text intern hatte Klaus Schunk, Vorsitzender des Fachbereiches Radio und Audiodienste im Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), dem Intendanten von Deutschlandradio vorgeworfen, er halte in der Digitalradiodebatte unerschütterlich an einer von ihm erfundenen Position fest. Stattdessen wäre eine weniger technikgetriebene und programmaffinere Betrachtung produktiver, rät Schunk.  

Dem hält der angesprochene Willi Steul entgegen:
 
„Teil meiner Argumentation war immer - und das weiß der geschätzte Kollege Schunk sehr wohl, wir haben oft persönlich darüber gesprochen -  der Hinweis darauf,  dass der für die Gattung Radio unerlässliche Umstieg in die digitale Technologie DAB+  nur zusammen mit den Privat-Veranstaltern gestaltet werden kann, die sich aus Werbung finanzieren müssen.  Auch deshalb habe ich die Initiative ´Digitalradio Deutschland e.V.´  angeregt, in der auch Privatradios und Unternehmen zusammen mit Deutschlandradio Mitglied sind. Und dass wegen der Problematik der Refinanzierung aus Werbung  die zunächst parallele Ausstrahlung über UKW und DAB+ so kurz wie möglich sein muss und Modelle zu überlegen sind, wie die Finanzierung für private Betreiber erleichtert wird. Auch die ARD hat jüngst gefordert, Finanzierungsanreize für die Privaten beim Umstieg auf DAB+ zu schaffen. Die Entwicklung im europäischen Ausland zeigt, dass die Nennung eines angestrebten UKW-Abschaltdatums die Durchsetzung im Markt wesentlich beschleunigt und dass dafür ein Zeitraum von mindestens zehn Jahren vorzusehen ist.  Ich bleibe dabei: das Ziel 2025 ist sehr ehrgeizig, aber auch die Nennung eines solchen Ziels hat die Befassung mit dem Thema beschleunigt. Außerdem fordert uns Öffentlich-Rechtliche ja die KEF auch dazu auf.“
 

Neue Aufgabenverteilung im Bild-Marketing

Zusätzliche Aufgaben bei Axel Springer SE gibt es für Tanja Schäfer (Bild links, 42): Als Bild General Managerin NRW wird sie zusätzlich die neu geschaffene Position Leitung Brand Solution übernehmen und damit für Markenkonzepte, Merchandising und Gewinnspiele zuständig sein. Eduard Gerlof (33) ist im neu geordneten Verlagsbereich der Bild-Gruppe ab 1. Dezember Vice Director Marketing. Er verantwortete zuvor das Direkt-Geschäft der Zeitungsgruppe. Director Strategie ist Mischa Sander (37), der diese Position schon für die digitalen Bild-Bereiche innehatte. Er wird seinen Fokus auf die Erschließung neuer Geschäftsmodelle und strategische Themen legen. Die Werbeleitung liegt künftig in den Händen von Bild-Verlagsgeschäftsführerin Donata Hopfen.

Medienboard-Chef: „Wir holen auf“

Die Region Berlin-Brandenburg hat erstmals einen Medienindex für die audiovisuelle Medienwirtschaft erarbeiten lassen und die Verantwortlichen sind begeistert. Die Ergebnisse seien erfreulich, in der Region gebe es mehr Venture Capital als anderswo im Bundesgebiet, die Region wachse stärker als München und andere deutsche Medienstandorte, sagte der Geschäftsführer vom Standortmarketing Medienboard, Elmar Giglinger, am Dienstag in Berlin. Noch sei München stärker, „aber wir holen auf“.


Der Wirtschaftsbereich der audiovisuellen Medien (Film, Fernsehen, Web, Mobile, Games) habe 2012 ein Volumen von rund 5,7 Milliarden Euro und damit einen Anteil von 2,3 Prozent an der Wirtschaftsleistung in Berlin-Brandenburg gehabt. Seit 2004 sind die Umsätze in diesen Branchen um 80 Prozent gestiegen, die Zahl der Unternehmen wuchs um 74 Prozent auf 12.554 aktive Betriebe. Das seien etwa 5,4 Prozent aller in der Region ansässigen Unternehmen. 2013 arbeiteten in der Branche gut  62.000 Beschäftigte.


Während der Umsatz pro Unternehmen bei Film, TV und Mobile steigt, sinkt er bei Web und Games, besagt die vom Marktforschungsinstitut House of Research erstellte Untersuchung. Andererseits ist bei Film und TV die Zahl der Beschäftigten gesunken, um 15 bzw. 18 Prozent. Mit durchschnittlich siebenprozentigem jährlichem Umsatzwachstum sei der Film- und Fernsehmarkt jedoch wirtschaftlich stabil und stelle mit insgesamt rund 1,8 Mrd. Euro Umsatz 2012 eine bedeutende Größe dar. In Berlin werde jeder dritte neue Arbeitsplatz in der Medien- und Kreativwirtschaft geschaffen, so Giglinger. Er geht auch in diesem Jahr von Wachstum in der Branche aus. Ein Standbein dafür sei die Sat.1-Produktion Newtopia im brandenburgischen Königs Wusterhausen mit einem Jahresumsatz von 38 Millionen Euro und deutlich über 100 Beschäftigten. (gp)

 

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