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Hege-Nachfolge bis Jahresende

Für die Nachfolge des Direktors der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) sind 17 Bewerbungen eingegangen. Darunter seien neun Frauen und acht Männer, sagte Rechtsanwalt Jürgen Kipp auf text-intern-Anfrage. Er wolle dem Medienrat im Dezember einen Vorschlag für den Direktorenposten vorlegen. Kipp prüft bis dahin die Bewerbungen und werde strikt „nach Leistung und Eignung den Besten oder die Beste“ auswählen. Über den Nachfolger entscheidet der Medienrat.

Seit über einem Jahr wird ein Nachfolger für den Direktor der MABB, Hans Hege, gesucht. Die MABB hatte den Posten neu ausgeschrieben, nachdem der Medienrat die vorhergehende Auswahl wegen eines Verfahrensfehlers im Juni abgebrochen hatte. Ende der neuen Bewerbungsfrist war der 15. August. Zugleich wurde die Leitung des Verfahrens dem früheren Präsidenten des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg übertragen,
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Voraussetzung für den Neuen oder die Neue: die Befähigung zum Richteramt. Die MABB ist zuständig für die Lizensierung und Aufsicht über private Rundfunkprogramme, die Regelung der Nutzung von Rundfunkfrequenzen und des Zugangs zu digitalen Plattformen bei bundesweiten Veranstaltern zusammen mit den Medienanstalten der anderen Länder. Außerdem soll sie Medienkompetenz und Medienausbildung fördern. (gp)
 

Studie: Mehr Stress in der Freizeit


Fernsehen bleibt die häufigste Freizeitaktivität der Deutschen, gefolgt von Radio hören und Telefonieren. Das geht aus dem am Donnerstag in Berlin vorgestellten Freizeit-Monitor 2015 der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen hervor.

Das Radio, das sich weiterentwickelt habe, erlebe eine Renaissance, sagte der Wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Prof. Ulrich Reinhardt. An vierter Stelle folgt das Internet, danach Zeitungen und Zeitschriften. Dem Zeitungslesen, bei der ersten Umfrage 1981 noch auf Platz eins vor Handarbeiten und Gartenarbeit, bescheinigte Reinhardt eine abnehmende Tendenz, es verlagere sich zunehmend auf internetfähige Endgeräte. Im Vergleich zu 2010 büßte Zeitungslesen sieben Prozentpunkte ein.

Bei den jungen Erwachsenen findet sich erstmals unter den Top 10 kein einziger realer Kontakt mehr. Stattdessen geht es nur noch über Internet und soziale Medien. Innerhalb der Bevölkerung zeigen sich laut Studie beim Einkommen die größten Unterschiede: Geringverdiener mit einem monatlichen Haushaltseinkommen bis zu 1.500 Euro sind spontaner, während Besserverdiener (über 3.500 Euro) mehr Zeit mit der Familie verbringen. Einkommensschwächere Bundesbürger lägen bei regenerativen Freizeitbeschäftigungen deutlich vorn, dazu gehörten Mittagsschlaf, Faulenzen oder Gedanken nachgehen. Zudem nähmen sich Geringverdiener mehr Zeit für einzelne Beschäftigungen. Im Übrigen: bei der Umfrage unter rund 2.000 Personen ab 14 Jahren rückte das E-Book lesen auf die Blacklist der zehn Aktivitäten der zehn Aktivitäten, die die Mehrheit der Bürger niemals ausüben. Hochkulturelle Aktivitäten wie Theater, Oper oder klassische Konzerte, das Ehrenamt und Vereine müssten sich Sorgen um die Zukunft machen, sagte Reinhardt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung gebe an, ihnen nie nachzugehen. Tendenz steigend.

Die Bürger haben im Schnitt einen Feierabend von drei Stunden und 56 Minuten. Freizeit gewinne für viele an Bedeutung, weil die Arbeit oft nicht als so sinnstiftend empfunden wird, so Reinhardt. Aber Freizeit bedeute auch Stress. Das Gefühl nehme zu, einem laufe die Zeit davon. Zudem wachse der Druck durch ständig neue Angebote. Die Sportarten hätten sich verfünffacht, die Verkaufsflächen versechsfacht. Das spiegele sich dann in immer mehr Geschirr, Klamotten und immer mehr nötigen Kisten bei einem Umzug. Der Bundesbürger brauche alle zwei Stunden einen neuen Reiz. „Freizeit wird immer mehr zur Konsumzeit.“ Der Freizeitmarkt werde weiter boomen, weshalb ein bewusster Verzicht in der Freizeit sinnvoll wäre. (gp)

Lüders: Printmedien entleiben sich selbst


Der Islamwissenschaftler und Publizist Michael Lüders hat den Korpsgeist von Politik und Journalismus angeprangert. „Es fehlt die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen und geostrategische wie historische Zusammenhänge zu erkennen“, kritisiert Lüders in einem text intern-Interview (ti 33/34) zu seinem jüngsten Buch Wer den Wind sät. Was westliche Politik im Orient anrichtet. „Es geht um bestehende Solidaritäten, Freundschaften und Bündnispartnerschaften. Wir Europäer hätten guten Grund, unsere eigenen Interessen im Nahen Osten oder auch der Ukraine klarer zu erkennen“, sagt Lüders. Trotzdem gäbe es eine große Bereitschaft der deutschen wie europäischen Politik, „sich kritiklos gegenüber Washington zu verhalten“.


„Ich beobachte vor allem in den Printmedien eine abnehmende Bereitschaft, Dinge kritisch zu hinterfragen. Meinungsmacher neigen dazu, ein sehr verständnisinniges Verhältnis zu den politisch Mächtigen zu pflegen. Eine kritische Distanz bleibt die Ausnahme“, so Lüders, der von den Medien immer wieder um seine Expertise gebeten wird. „In den Medien ersetzt vielfach Meinung fundierte Analyse und Recherche.“ Durch fehlende komplexe Zusammenhänge und Hintergründe sowie gegenseitiges Abschreiben „entleiben sich die Printmedien selbst“. (gp)
 

Multimediahäuser - Vielfalt und Vernetzung als Wettbewerbsfaktor

Es zeichnet sich schon lange ab: Medienhäuser werden zu Multimediahäusern. Die Zeit, Der Spiegel, Madsack und Funke digitalisieren ihre Angebote kräftig. Nur einige Beispiele. Sie versuchen sich mit Paid Content Modellen im Netz und posten aktiv in den Social Media. Sie vernetzen ihre Online- und Printredaktionen und versuchen so, ihre Medienvielfalt effizient zu steigern. Der Medien-Wettbewerb spielt sich künftig also auf dem Gebiet der Vielfalt ab – wer bietet mehr Formate, Inhalte, Kooperationen, Kanäle? Eins ist klar: Wer Online und Print noch immer als Konkurrenten sieht, hat nichts verstanden!

Lesen Sie mehr zu aktuellen Trends im Journalismus in der aktuellen Printausgabe von text intern 33/34. (go)

YouTube-Kampagne spricht neue Zielgruppen an

 

LeFloid und Joyce Ilg gehören zu den bekanntesten YouTube-Stars in Deutschland. Ab Ende August präsentiert YouTube die beiden Videomacher als Gesichter seiner neuen Kampagne bundesweit in Online- und Out-of-Home-Medien ‒ stellvertretend für alle deutschen YouTube-Talente. Noch bis zum 30. September sind die beiden YouTuber auch jenseits ihrer YouTube-Kanäle sichtbar: In diesem Zeitraum zieren die Gesichter des provokanten Kommentators und der fröhlichen Comedienne deutschlandweit Plakate und Online-Anzeigen. Hinter dem Erfolg der beiden Videomacher stecke viel Arbeit, betont Christoph Ohlmer, Head of YouTube Marketing bei Google: Der Content decke eine große Bandbreite ab von News über Comedy, Gaming und Beauty bis zu Fashion und Wissen. In ihren Videos zur Kampagne vermitteln LeFloid (https://youtu.be/mp0d0B5kSVU) und Joyce Ilg (https://youtu.be/sB9WtT_9i0U) in ganz eigenem Stil, was sie auf ihren YouTube-Kanälen machen.


Mit der aktuellen Kampagne lenkt YouTube die Aufmerksamkeit auf die Projekte deutscher YouTube-Künstler und möchte Zielgruppen jenseits der jugendlichen Fans erreichen. Bei Letzteren sind sie längst angekommen: Laut einer aktuellen Umfrage des US- Magazins Variety unter 1.500 Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren belegen YouTube-Stars acht der Top-Ten-Plätze auf der Beliebtheitsskala, und in Deutschland besuchten 15.300 Interessenten die VideoDays in Köln im August 2015.


Google wird auf seiner jährlichen Konferenz für Markenkommunikation am 2. September 2015 in Berlin (Brand Re:Imagined) Werbungtreibende und populäre YouTube-Talente zusammenbringen. Außerdem stehen Experten bereit, um über Werbeaktivitäten auf YouTube zu sprechen. (go)

Funke-Zentralredaktion will mit Exklusivem punkten


In der Berliner Friedrichstraße formiert sich gerade die neue Zentralredaktion der Funke Mediengruppe. Die 51-köpfige Mannschaft liefert ab 1. September zunächst Mantelseiten für Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost, vier Wochen später für die NRW-Titel und ab ersten Halbjahr 2016 für die Braunschweiger Zeitung. Die Thüringer Titel kommen später, dort laufen Umstrukturierungen. Paul-Josef Raue, Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen, hat gerade seinen Posten vorzeitig aufgegeben.
Der Chefredakteur der Zentralredaktion, Jörg Quoos, will auch mit Exklusivmeldungen für Aufsehen sorgen. „Wichtig ist auch, dass man mit seinen exklusiven Stoffen wahrgenommen wird….Ich bin mir sicher, dass es uns gelingen wird, in relevanten Medien zitiert zu werden“, sagte Quoos im Interview mit text intern (ti 31/32). (gp)
 

ARD will mit Thementagen und Themenabenden aktueller werden


Neben der Themenwoche denkt die ARD über Thementage oder -abende nach. „So können wir als ARD schnell, besonders wirksam und crossmedial in Fernsehen, Internet und Hörfunk auf aktuelle Themen eingehen“, sagte Susanne Pfab, seit Januar ARD-Generalsekretärin, im Interview mit text intern (ti 31/32).
Pfab fordert die Politik auf, die ihr verbleibenden nationalen Regulierungskompetenzen unbedingt zu nutzen. Ein Beispiel sei die Plattformregulierung. „Die Erweiterung des Plattformbegriffs auf Benutzeroberflächen kann mittels einer ‚minimalinvasiven‘ Änderung des Rundfunkstaatsvertrags erfolgen. Es gibt erkennbare Tendenzen, dass hier inzwischen auch die Notwendigkeit einer zeitnahen Regulierung in Deutschland bzw. einer entsprechenden deutschen Positionierung gegenüber der EU-Kommission gesehen wird.“ Ansonsten könnte es passieren, dass Netflix zu der von Geräteherstellern präferierten Einstiegswelt werde. (gp)
 

Stabil hohe Radio-Nutzung

 

Mehr als Dreiviertel der Deutschen (77,4 Prozent) schalten täglich ihr Radio ein. Während die Reichweite im Vergleich zur Vorgängerausweisung mit 1,1 Prozent leicht rückgängig ist (2015 I: 78,3 Prozent), bleibt die Zeit der Gesamtbevölkerung mit Radio von 190 Minuten stabil. Die über vierstündige Nutzungsdauer steigt leicht an von 242 auf 245 Minuten am Tag. Dies sind Ergebnisse der Media-Analyse ma 2015 Radio II, die halbjährlich die Radio-Nutzungsdaten sowie die Reichweiten der einzelnen Sender als Leistungsbeleg ausweist.

 

Erstmals wurden die repräsentativen Telefon-Befragungen nicht nur via Festnetz, sondern auch über Mobiltelefone durchgeführt (Dual Frame Ansatz). Das betrifft rund 20 Prozent der Basisstichprobe (8.000 Interviews). Der Grund: Die junge Zielgruppe zwischen 20 und 49 Jahren war über Festnetztelefone zunehmend schwerer erreichbar.

 

Als erste Gattung innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse hat Radio die Mobilfunkstichprobe genutzt und wird im Herbst mit der ersten Konvergenzwährung aus UKW und Web vorangehen. Die Branche trägt damit dem veränderten, digitalen Verhalten in der Medien- bzw. Telefonnutzung Rechnung. (go)


Mehr zur Studie lesen Sie in der kommenden Printausgabe von text intern.

Bitkom-Präsident: Wir müssen uns im Turnier steigern!


Der Branchenverband Bitkom sieht die Digitale Agenda zu einem Viertel umgesetzt. Ein Jahr nach Verabschiedung der Agenda seine 36 der dort definierten 121 Einzelmaßnahmen realisiert, berichtet der neue Bitkom-Präsident Thorsten Dirks. Nach einer im Juni unter 200 Unternehmen der ITK-Branche erhobenen Umfrage habe der Breitbandausbau oberste Priorität, gefolgt von einer Bildungsinitiative gegen den Fachkräftemangel und dem Thema Vertrauen und Sicherheit. Der Bitkom fordert etwa ein Pflichtfach Informatik und einen wirksamen Englischunterricht ab der ersten Klasse.


In zentralen Punkten gibt es nach Ansicht des Verbandes Nachbesserungsbedarf. Dirks forderte mehr Einsatz für die Förderung von Start-ups. Hier müssten Gesetze „entrümpelt“ und das seit langem in Aussicht gestellte Venture-Capital-Gesetz verabschiedet werden. Sonst würden Neugründungen abwandern und Finanz-tech und eHealth-Unternehmen ins Ausland getrieben. Er mahnte einen europäischen Binnenmarkt mit einheitlichen Richtlinien beim Datenschutz, dem Leistungsschutzrecht oder der IT-Sicherheit an.


„Wir haben das eine oder andere Spiel in der Digitalisierung schon verloren“, sagte Dirks. Aber Deutschland sei schon immer eine Turniermannschaft gewesen und er hoffe nun auf Steigerung. Die am 20. August 2014 beschlossene Digitale Agenda könne nur ein erster Schritt gewesen sein, weitere müssten folgen. (gp)

 

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