Titel textintern
Die neueste Print-Ausgabe wird jeden Mittwoch unseren Abonnenten zugestellt.
text intern
liefert die wichtigsten Personal-News der Woche, zeigt die besten Fotos von Events und nennt die Geburtstage von Ihren Geschäftspartnern.
Bitte die email angeben.Kein Mailformat
Newsletter bestellen oder abbestellen

Medienboard-Chef: „Wir holen auf“

Die Region Berlin-Brandenburg hat erstmals einen Medienindex für die audiovisuelle Medienwirtschaft erarbeiten lassen und die Verantwortlichen sind begeistert. Die Ergebnisse seien erfreulich, in der Region gebe es mehr Venture Capital als anderswo im Bundesgebiet, die Region wachse stärker als München und andere deutsche Medienstandorte, sagte der Geschäftsführer vom Standortmarketing Medienboard, Elmar Giglinger, am Dienstag in Berlin. Noch sei München stärker, „aber wir holen auf“.


Der Wirtschaftsbereich der audiovisuellen Medien (Film, Fernsehen, Web, Mobile, Games) habe 2012 ein Volumen von rund 5,7 Milliarden Euro und damit einen Anteil von 2,3 Prozent an der Wirtschaftsleistung in Berlin-Brandenburg gehabt. Seit 2004 sind die Umsätze in diesen Branchen um 80 Prozent gestiegen, die Zahl der Unternehmen wuchs um 74 Prozent auf 12.554 aktive Betriebe. Das seien etwa 5,4 Prozent aller in der Region ansässigen Unternehmen. 2013 arbeiteten in der Branche gut  62.000 Beschäftigte.


Während der Umsatz pro Unternehmen bei Film, TV und Mobile steigt, sinkt er bei Web und Games, besagt die vom Marktforschungsinstitut House of Research erstellte Untersuchung. Andererseits ist bei Film und TV die Zahl der Beschäftigten gesunken, um 15 bzw. 18 Prozent. Mit durchschnittlich siebenprozentigem jährlichem Umsatzwachstum sei der Film- und Fernsehmarkt jedoch wirtschaftlich stabil und stelle mit insgesamt rund 1,8 Mrd. Euro Umsatz 2012 eine bedeutende Größe dar. In Berlin werde jeder dritte neue Arbeitsplatz in der Medien- und Kreativwirtschaft geschaffen, so Giglinger. Er geht auch in diesem Jahr von Wachstum in der Branche aus. Ein Standbein dafür sei die Sat.1-Produktion Newtopia im brandenburgischen Königs Wusterhausen mit einem Jahresumsatz von 38 Millionen Euro und deutlich über 100 Beschäftigten. (gp)

Grüne schlägt Rotationsverfahren für ZDF-Fernsehrat vor


Für die Neubesetzung des ZDF-Fernsehrates hat die medienpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Tabea Rößner, ein Rotationverfahren vorgeschlagen. Bei der Besetzung der „Staatsbank“ sollten nicht alle 16 Länder gleichzeitig mit einem Sitz vertreten sein, sondern nur acht. Die anderen sollten stellvertretende Mitglieder stellen. Nach der Hälfte der Amtszeit würden sie wechseln. Diesen und weitere  Vorschläge von Tabea Rößner lesen Sie in einem Gastbeitrag in text intern. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts müssen die Bundesländer bis Ende Juni kommenden Jahres eine verfassungsgemäße Neuregelung des ZDF-Staatsvertrages gefunden haben.

Vielfalt in den Gremien - Vorschläge für die Novellierung des ZDF-Staatsvertrags


Es ist still geworden. Nachdem die Causa Brender vor fünf Jahren eine breite Debatte über die Staatsferne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ausgelöst hatte und es im Nachgang des Bundesverfassungsurteils zum ZDF-Staatsvertrag zahlreiche Veranstaltungen gab, verhandeln die Vertreterinnen und Vertreter der Staatskanzleien hinter verschlossenen Türen über die Umsetzung des Urteils. Erst am Ende der Ministerpräsidentenkonferenz im Oktober erfuhr die Öffentlichkeit, dass zu diesem Thema nichts entschieden worden sei.

Google missbraucht seine Marktmacht


Nachdem Axel Springer seine Datendokumentation abschlossen hat, wird ein gravierender Schaden durch verschlechterte Suchanzeigen bei Google ersichtlich: die Suchergebnisanzeigen von welt.de, computerbild.de, sportbild.de und autobild.de sind seit Oktober 2014 bei Google nur noch eingeschränkt sichtbar. Foto- und Videoangebote wurden vollständig ausgelistet. Hintergrund war die Entscheidung der Axel Springer SE Google zunächst keine Gratis-Lizenz für diese vier Titel zu erteilen. Weitere News auch aus den USA in der Printausgabe.

„Als Bettvorleger gelandet“


Lange Zeit hat es so ausgesehen, als sei Medienpolitik auf Länderebene ausschließlich bei Rheinland-Pfalz angesiedelt. Hin und wieder kam auch noch eine Wortmeldung aus Sachsen. Mittlerweile gehört auch Hamburg dazu. Seit dem vergangenen Jahr setzt sich Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz für einen Medienstaatsvertrag zwischen Bund und Ländern ein. Während Rundfunk Ländersache ist, fällt die Netzpolitik unter die Aufgaben des Bundes, es geht um die Schnittstellen zum Bundesrecht.

VDZ/Summit
Publishers´Summit in Berlin: Verleger fordern Mut von sich selbst

„Ich spüre einen neuen Spirit im Magazinmarkt.“ Hubert Burda, Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), machte seinen Verlegerkollegen zu Beginn des Publishers´ Summit am Donnerstag in Berlin Mut. „Wir sind in der Talsohle angekommen und haben das Schlimmste hinter uns“, sagte Burda. Im Vergleich zu anderen Branchen hätten die Zeitschriften den Kontakt zum Endkunden, „wir bräuchten aber viel mehr eMail-Adressen“.

Hamburgs Bürgermeister, Olaf Scholz, sprach sich für den niedrigeren Mehrwertsteuersatz bei den digitalen Produkten der Verlage aus. Auch EU-Kommissar Günther Oettinger plädierte für einen Mehrwertsteuersatz digitaler Verlagsprodukte von sieben Prozent. Das bleibe aber eine nationale Aufgabe. Hier müssten Bundestag und Bundesrat tätig werden. Der neue Kommissar für Digitale Wirtschaft bot den Verlegern an, ihren Rat bei der Datenschutzverordnung und anderen Vorlagen wie etwa dem geplanten Urheberrechtsschutz einzuholen. 

Springer-Manager Andreas Wiele forderte mehr Mut der Verlegerschar beim Thema Leistungsschutzrecht. Beim ersten Gegenwind knickten alle ein, das ginge eigentlich nicht an.

Mut machte die Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Renate Köcher. 81 Prozent der Bundesbürger empfinde die Qualität der Medienlandschaft als gut oder sehr gut. Der Wert der Zeitschriften schlage sich in der Lesedauer nieder, so Köcher. Im Durchschnitt würden die Befragten 67 Minuten lang in einer Zeitschrift lesen. Unklare Vorstellungen hätten die Befragten über den Wert der digitalen Ausgabe einer Zeitschrift. Im Durchschnitt sähen alle Befragten 1,45 Euro für eine Digital-Ausgabe für angemessen an, bei der Gruppe der Zeitschriften-Abonnenten läge der Wert bei durchschnittlich 1,65 Euro.

„Die Gattung Zeitschriften wird heute weit unter Wert gehandelt. Ihre Branche erweckt in letzter Zeit den Eindruck, als ob sie selbst nicht ganz von sich überzeugt ist“, resümierte Köcher. (gp)

„Mehr als Werbung – Schweden kommunizieren“

Die schwedische Botschaft in Berlin präsentiert ab dem heutigen Donnerstag eine Ausstellung über die landestypische Werbung. „Mehr als Werbung – Schweden kommunizieren“  heißt es bis 23. Januar mit zahlreichen Beispielen von ernst bis hintergründig humorvoll. Das Schwedische Institut, vergleichbar mit dem deutschen Goethe-Institut, will Spezifisches und eine deutlich nationale Prägung der Werbung aufzeigen. Besonders in jedem Fall: es gibt sehr viele öffentliche Auftraggeber, auch wenn der Marketingetat staatlicher Kampagnen nicht so hoch ist wie der privater. Ist der Schwede kreativer als andere? Wiebke Ankersen, Presseattachée der Botschaft, meint dazu, der Schwede spiele mehr. Der Staat gebe Sicherheit.

Springer erteilt Google Gratiseinwilligung für weitere Titel

Springer hat die VG Media beauftragt, Google mit Wirkung von heute eine Gratislizenz für die bisher davon ausgenommenen Titel wie welt.de zu erteilen. Das sagte Vorstandschef Mathias Döpfner bei der Vorstellung der Quartalszahlen am Mittwoch. „Wir wollten nicht nur über die Folgen der verschlechterten Darstellung spekulieren, sondern wir wollten konkrete Beweise. Wir wollten Daten, die dokumentieren, was eigentlich passiert, wenn Google seine marktbeherrschende Stellung tatsächlich missbraucht, um Verlage zu einer kostenlosen Lizenz zu zwingen.“ Nach zwei Wochen lägen ausreichende Erkenntnisse vor. Die verkürzte Darstellung über die Suchmaschine habe zu einem Traffic-Minus von fast 40 Prozent geführt, so Döpfner, bei Google News sogar um rund 80 Prozent. „Es sei der erfolgreichste Misserfolg, aber wir schießen uns sonst vom Markt“, erklärte Döpfner das Einknicken. Springer müsste mit einem wirtschaftlichen Schaden durch entgangene Vermarktungsumsätze im deutlich siebenstelligen Bereich pro Marke und Jahr rechnen.


Im dritten Quartal spürte der Konzern den schwächeren Werbemarkt. Die Umsätze und Erlöse bei den Bezahlangeboten sanken. Dennoch sieht sich der Konzern insgesamt auf einem guten Weg, vor allem durch die Digitalisierung. Der Vorstand rechnet für das Geschäftsjahr 2014 weiter mit einem Anstieg der Gesamterlöse im „mittleren einstelligen Prozentbereich“. Beim Ebitda geht der Konzern von einem Wachstum im „niedrigen zweistellligen Prozentbereich“ aus.


Im dritten Quartal stiegen die Gesamterlöse um 8,2 Prozent auf 741,1 Millionen Euro. Der Konzernumsatz wuchs in den ersten neun Monaten um 6,9 Prozent auf 2,177 Milliarden Euro. Dabei entfielen mehr als 52 Prozent des Konzernumsatzes und nahezu 70 Prozent des Konzern-EBITDA auf die digitalen Aktivitäten. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte legten die Konzernerlöse um 2,5 Prozent zu. Das um Sondereffekte und Kaufpreisallokationen bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich um 8,1 Prozent auf 363,9 Millionen Euro.


Springer verbuchte Ende September 296.000 zahlende neue Abonnenten bei welt.de und bild.de. 240.000 davon entfielen auf bild.de. (gp)

Luxus, Reisen, Lifestyle – doppio TV legt ab

Ein neues Online-TV-Angebot widmet sich prononciert den schönen Seiten des Lebens: doppio TV. Der Kanal der Publishers Partners sendet seit Donnerstag ausschließlich Eigenproduziertes über die Multithek bei Astra und DVB-T für die anspruchsvolle Zielgruppe, wie Geschäftsführer Olaf Zachert zum Start erklärte. Das neue Angebot hat sich am Berliner Wissenschaftsstandort Adlershof mit derzeit 14 festangestellten Mitarbeitern eingerichtet. Finanziell abgesichert wird doppio TV durch einen Investor aus Luxemburg, technisch regelt die Media Broadcast die Geschäfte. Neben Zachert, ehemals Produzent bei Bloomberg TV, führt Sibylle Peter die Geschäfte, die früher unter anderem Geschäftsführerin der Gruner + Jahr Wirtschaftspresse war.
Doppio TV ging aus dem Printmagazin doppio hervor, das der Verlag Publishers Partners seit 2008 mit einer Auflage von 2,5 Millionen Exemplaren 28 Tageszeitungen kostenlos beigelegt hatte. Seit 2014 erscheint es monatlich als ePaper und soll Anfang kommenden Jahren einen Relaunch erfahren. Bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg hat doppio TV eine Volllizenz beantragt. (gp) 

rbb-Spitze verteidigt Einsparungen bei Radiowellen

Die Spitze des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) hat die Mitte Oktober angekündigten Kürzungen bei Info- und Kulturradio verteidigt. Vor dem Rundfunkrat des Senders sagte Intendantin Dagmar Reim am Donnerstag in Berlin, angesichts der nicht ausreichenden Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag müsse der Sender reagieren.
Inforadio wird künftig eine Stunde später starten und in der Zeit zwischen 5 und 6 Uhr morgens weiter die ARD-Infonacht übernehmen. Alle anderen sendeten dort ohnehin das gemeinsame Programm, argumentierte Programmdirektorin Claudia Nothelle. Zudem habe man zu dieser Zeit noch nicht so viel Neues zu berichten.
Die stündlichen Nachrichten bei Kulturradio sollen von Inforadio kommen. Es werde über regionale Kulturnachrichten zur halben Stunde nachgedacht, so Chefredakteur Christoph Singelnstein. Bei Kulturradio sollen 17 Kollegen, vor allem Freie, betroffen sein. (gp)

 

| Ältere Beiträge >>