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Wigo – Webvideo-Wettbewerb für das junge Angebot von ARD und ZDF


Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und das Medienboard Berlin-Brandenburg schreiben ein Webvideo-Förderangebot aus. Jährlich können demnach für ein oder mehrere Projekte insgesamt 150.000 Euro ausgeschüttet werden. Das Wigo genannte Programm startet am 1. Juni, Ziel ist ein wöchentliches Format, wobei zwei bis acht Projekte von den Auftragsgebern angestrebt werden, wie rbb-Intendantin Dagmar Reim erklärte. Wigo, so ihre Hilfestellung, bedeute „What's going on“. „Wenn etwas Gutes herauskommt, dann kommt es in das junge Angebot von ARD und ZDF.“ Eine Eingrenzung setzt Medienboard-Geschäftsführer Helge Jürgens: Die Angebote sollten aus der Region kommen.

Programmchef Florian Hager stellte auf der Media Convention in Berlin einige Ansätze des neuen Angebots vor, das am 1. Oktober für die Zielgruppe 14 bis 29 Jahre als Online-Offerte mit einem Jahresetat von 45 Millionen Euro startet. Neben YouTube und Facebook werde mit der Livestreaming-Plattform Twitch geredet, aber auch an Mindcraft und Snapchat sei man „dran“. Geplant sei eine fiktionale Webserie von Beginn an. Zahlreiche Formate etwa für Mädchen oder junge Leute mit Migrationshintergrund würden derzeit entwickelt. Ein großes Thema würde der Bereich Wissen, Schule, Bildung. Eine Morning- oder Abendshow sei geplant. Hager schloss eine eigene Newsredaktion aus. Hier greife das Angebot auf die Mutterhäuser zurück, aber nicht auf Korrespondenten in Kriegsgebieten wie Uli Gack, „weil der keine Relevanz in der jungen Zielgruppe hat“. Hinzu käme auf jeden Fall eine App mit eigenen Funktionalitäten wie einem Themenvoting. Livestreaming soll über Twitch möglich werden.

Noch baue man das Team auf und sei noch auf der Suche. Mit dabei ist der YouTuber Rayk Anders, der für seine Sicht auf das aktuelle Tagesgeschehen („Armes Deutschland“) unter anderem redaktionelle Unterstützung für Grafiken und Statistiken bekomme. Produziert wird das Ganze von den RocketBeans. Für diese Zusammenarbeit mit den Öffentlich-Rechtlichen muss er auf die Monetarisierung durch YouTube verzichten.
Mit der Marke werde man eher sparsamer umgehen und sie erst langsam um die Inhalte herum bauen. Jedoch werde der Absender von Anfang an klar erkennbar sein. Noch gebe es keinen endgültigen Namen, „der ist mir nicht das Wichtigste“, so Hager. Er sei sich durchaus bewusst: „Niemand wartet in der Szene auf uns. Wir sind ja nicht wahnsinnig erfolgreich mit dem, was wir bislang tun“, spielte er ironisch auf das Durchschnittsalter der Zuschauer von ARD und ZDF an.

Für die Älteren in der Zielgruppe habe man die Möglichkeit, serielle fiktionale Kaufproduktionen anzubieten, erklärte der Programmchef. Womit das junge Angebot keineswegs „Netflix oder Maxdome in Gefahr bringen“ werde. Ob die Älteren etwa auch Moderator Jan Böhmermann mit seiner Show bekämen? Der hätte seinen Sendeplatz. „Wir werden nicht die Grenzen von Satire austesten.“ (gp)


 

In der Diskussion: Macht und Ohnmacht von Bildern


Es geht um die Berichterstattung über Syrien, die Wirkung von Bildern, schreckliche Bilder einer schrecklichen Realität. Was darf gezeigt werden? Am Tag der Pressefreiheit stellte Bild.de-Chefredakteur Julian Reichelt klar, dass er auf die Veröffentlichung der kritisierten Bilder auf der eigenen Website nicht verzichten werde. Zu einem Beitrag vom 29. September vergangenen Jahres mit der Frage, ob sich der Westen an einen Tisch mit „Teufel Assad“ setzen dürfe, stellt die Redaktion drastische Bilder von Opfern des Giftgasangriffs des syrischen Regimes auf die eigene Bevölkerung. Auf der Website noch immer: Ein totes Baby in Nahaufnahme mit geschlossenen, aber offensichtlich vom Giftgas aufgequollenen Augen. Geht gar nicht, sagt die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM). Für die ist es ein Verstoß gegen die Menschenwürde, dabei bleibt der Vorsitzende Andreas Fischer. Er räumte bei der Diskussion am zweiten Tag der Media Convention in Berlin zwar auch ein, dass er die von der KJM als „obzön“ gewertete Bezeichnung „Teufel“ für den syrischen Präsidenten zurücknehme. Bei den Bildern bleibe die Kommission jedoch unnachgiebig. „Beim möglichen Aufzoomen auf doppelte Größe kann man dem toten Kind fast in den Mund sehen.“ Wäre das Kind durch Verpixelung unkenntlich gemacht worden, hätte die KJM die Veröffentlichung des Fotos nicht moniert, so Fischer.

Für Reichelt steckt die KJM „uns in eine Kategorie mit den Tätern“. Nicht die Nachrichten darüber verletzten die Menschenwürde. „Niemals werden wir auf solche Fotos verzichten - solange dieser Krieg dauert“, stellte der Chefredakteur klar. Kriterium für die Veröffentlichung bleibe die Relevanz. Er erinnerte an aufrüttelnde Bilder wie vom „Napalmmädchen“ aus dem Vietnamkrieg oder vom toten syrischen Jungen am Strand. Sicherlich wäre das Foto des vietnamesischen nackten Mädchens heute auch nicht mehr möglich, so Reichelt. Zum Syrien-Krieg sagte er, „es ist hingenommen und den meisten schlichtweg egal, was in Syrien passiert“. Nach der Anfang März veröffentlichten KJM-Kritik hatte Bild.de eines der beiden beanstandeten Fotos von der Website genommen. Im andren Fall kündigte Fischer an, der werde mit Sicherheit vor dem Verwaltungsgericht landen.


Der Rechtsphilosoph Prof. Ino Augsberg sprach von einer „Überbietungslogik“ bei dem Versuch, Menschen aus ihrer Lethargie zu reißen. Bald reiche nicht mehr das Foto des toten Kindes, bald müssten es die letzten 30 Sekunden Todeskampf sein. Genau dies fürchtet auch Reporter ohne Grenzen (ROG). Fotografen berichteten von Redaktionswünschen, sie sollten „immer näher ran und immer drastischere Bilder“ liefern, erzählte Vorstandsmitglied Gemma Pörzgen. Bei einer Veranstaltung zum Tag der Pressefreiheit von ROG und Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) verwies sie darauf, dass es aus vielen Krisengebieten heute immer noch keine Bilder gebe und selbst nicht von bedrohten Kollegen etwa aus Usbekistan. Das erschwere den Kampf für sie. (gp)
 

Tag der Pressefreiheit
 

Im Rahmen des Tages der Pressefreiheit wird heute die Publikation „Fotos für die Pressefreiheit 2016“ vorgestellt. Initiiert wurde die rahmengebende Veranstaltung von den Reportern ohne Grenzen.
Der Pressegroßhandel, der als die formgebende Durchsetzung der Presse- und Meinungsfreiheit gilt, unterstützt die Arbeit der Reporter und ist Partner der Publikation.
Erneut weist der Pressegroßhandel auch am heutigen Tag eindringlich auf die Bedeutung der Pressefreiheit und des Rechts des mündigen Bürgers auf Information als Grundwerte unserer Gesellschaft hin. Frank Nolte, Grosso-Präsident: „Die aktuellen Beispiele machen uns erneut bewusst, dass eine freie Presse und ein freier Pressevertrieb unverzichtbare Voraussetzungen für unsere Zivilgesellschaft sind.“

Was die Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 6. Oktober 2015 zur Zulässigkeit von Branchenvereinbarungen im Pressevertrieb angeht, äußert sich der Grosso-Präsident, damit bleibe der diskriminierungsfreie Marktzugang für alle Presseerzeugnisse erhalten. Das Urteil biete „nun die Chance, den Pressevertrieb unter den gegebenen Rahmenbedingungen fortzuentwickeln.“ Täglich stelle der Pressegroßhandel sicher, dass sich Presseinformationen ausbreiten können und lege auch Wert auf Zeitungen und Zeitschriften mit Außenseitermeinungen und ausländische Titel. (ah)

„HOHE LUFT Business-Class“: neue Perspektiven für eine lebendige Unternehmenskultur
 

Ein Beratungsangebot für Unternehmer, Vorstände und Führungskräfte. Das gibt es zukünftig im Portfolio von HOHE LUFT. „HOHE LUFT Business-Class“ umfasst Vorträge, Workshops und individuell konzipierte Beratungen. Thomas Vašek, HOHE LUFT-Chefredakteur, äußert sich dazu: „Unser Angebot richtet sich an Entscheider, die genug haben von Routine, Konformismus und Visionslosigkeit. Wir gehen selbst in die Firmen, fordern zum geistigen Sparring auf und liefern konkrete Lösungen.“ Der Zielgruppe werden im Rahmen des Angebotes fundierte Problemanalysen, Kommunikations- und Argumentationsstrategien aufgezeigt. Vor dem Hintergrund praktischer Erfahrungswerte erfahren sie Wissenswertes über Aspekte wie Führung, Werte, Ethik & Compliance, Logik & Rhetorik sowie Wandel im Unternehmen. „Dieses innovative Beratungsangebot passt perfekt zu unserem HOHE LUFT Portfolio mit Veranstaltungen und Corporate Publishing Aktivitäten, das insbesondere Führungskräfte und Unternehmer anspricht“, sagt Anke Rippert, Geschäftsführerin HOHE LUFT. Entwickelt wurde das Beratungsangebot in Zusammenarbeit von Thomas Vašek mit HOHE LUFT-Vize-Chefredakteur Tobias Hürter und der Autorin und freien HOHE LUFT-Redakteurin Rebekka Reinhard. (ah)

„30,5 mal weniger um die Erde“

Nicht nur Anzeigenblätter sehen sich durch den Mindestlohn gefordert

 

Mit der Einführung des Mindestlohns erleben die Verlagslogistiker eine „Renaissance“, beschrieb es der Geschäftsführer und Leiter der Konzernlogistik der Madsack Mediengruppe, Andreas Erzkamp. Es verhelfe „aus der Schmuddelecke raus“, sagte er auf der Frühjahrstagung des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) am 29. April in Berlin. Nicht nur, dass Erzkamp generell über die Zeitungszustellung sprach – egal ob Tageszeitung oder Anzeigenblatt, der BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff verfolgte die Debatte sehr genau. Nach der Umstellung vom traditionellen Honorierungssystem von Stücklohn auf Stundenlohn laute sein Motto in der Organisation: „Optimieren, optimieren, optimieren“, so Erzkamp. Ihm unterstehen 20.000 Zusteller in 8.300 Zustellbezirken quer durch die Republik, dort, wo Madsack Zeitungen herausgibt. 50 Produkte werden in ungefähr 100.000 Kilometern werktäglich zugestellt, davon 29 Anzeigenblätter. Ihn störe der Begriff „historisch gewachsen“, sagt Erzkamp. Die in Leipzig ansässige Konzernlogistik habe eine „optimale Gangfolge ausgearbeitet, an die sich der Zusteller halten muss“. 8,5 Millionen Euro konnten durch solche Maßnahmen kompensiert worden. Durch die Optimierung seien jährlich rund 1.648.152 Kilometer, dass bedeutet 30,5 Erdumrundungen eingespart worden. Steckzeiten wurden ermittelt, gebe es doch 18 verschiedene Briefkastenmodelle. Der „Madsack-Zoll“ fahre bei „Indexüberschreitungen“ mit. So sei etwa herausgekommen, dass einer der Zusteller mehr Zeit brauchte, weil er zweimal auf der Tour zu einem Leuchtturm fuhr. Bei Madsack gehen sie davon aus, dass der Zusteller fünf Kilometer im Schnitt in der Stunde schafft. Erzkamp zufolge würden aber bei der Optimierung durchaus auch Besonderheiten wie das Alter eines Zustellers einberechnet. Dennoch fanden einige Zuhörer die fünf Kilometer „sehr sportlich“. Der Chef der Konzernlogistik erklärte, dass er sich viel von der Fortbildung verspreche, die der Verband demnächst angeht, damit der Zusteller vom „Logistik-Mitarbeiter zum Logistik-Manager“ werde.

Bei der Funke Logistik in Nordrhein-Westfalen sind es vier Millionen Anzeigenblätter, die pro Woche zum Kunden gebracht werden müssten. Auch Geschäftsführer Frank Jansen berichtet von „Soll-Zeiten monitoren“ und „Gehreihenfolgeoptimierung“, weil jede Sekunde weniger Geld sei. Getestet hat Funke verschiedene Karren, um das Ziel zu unterstützen und damit dann die Zusteller ausgestattet.

Frank Krischok, Geschäftsführer der MZ Logistik, geht davon aus, dass im kommenden Jahr „die nächste Runde“ beim Mindestlohn startet. Seit Januar 2015 zahlt die MZ Logistik 8,50 Euro. Ziel bei der Mitteldeutschen Zeitung: „Wir wollen so viele Zusteller wie möglich in Vollzeitbeschäftigung bringen.“ Das bedeute 25 bis 30 Stunden wöchentlich. Heute würden 1.130 Mitarbeiter bis zu 15 Stunden arbeiten, 693 bis zu 25 und 473 bis zu 42 Stunden. Zwar seien die Auflagen der Blätter rückläufig, dafür würden etwa die Briefmengen steigen und weiter Geschäftsfelder gesucht. Man habe 360 Dienstfahrzeuge angeschafft, die gerade dafür lohnend seien.

Offenbar läuft es aber nicht überall so reibungslos: Übergreifend bleibt das Problem, ausreichend geeignete Zusteller zu finden. Die sollten im Idealfall auch wissen, wann der Leser seine Zeitung braucht – eventuell vor 6 Uhr morgens oder ob er im Urlaub ist. Die Schnelligkeit hänge sicherlich auch mit der Schwere der Blätter zusammen. Viele Verlage würden gern auch Flüchtlinge beschäftigen. Das sei aber praktisch schwierig. Die hohen Hürden müsse das Arbeitsministerium lockern. Ganz abgesehen von Kommunikationsschwierigkeiten. Hemmend wirkten sich außerdem Kartellbeschränkungen aus, wenn es um Kooperationen oder Fusionen mit Blick auf die Zustellung ginge. (gp)
 

Google-Initiative: neues Zentrum für Digitaltrainings in Hannover eröffnet
 

Unter der Schirmherrschaft von Olaf Lies wurde am Mittwoch, 21. April, ein neues Zentrum für Digitaltrainings in Hannover eröffnet. Ab heute, 25. April, werden dazu auf der Hannover Messe am Stand D02 Workshops mit Experten angeboten. Im Rahmen der Initiative Weltweit Wachsen haben Interessierte sechs Wochen lang die Möglichkeit, Kurse zu den verschiedenen Themenfeldern der Digitalisierung wie Online-Marketing, Social Media oder Suchmaschinen-Optimierung zu belegen. Ab dem 25. April werden dazu auf der Hannover Messe am Stand D02 Workshops mit Experten angeboten. Außerdem lernen die Messebesucher das Förderprogramm „Google for Entrepreneurs“ kennen, das gemeinsam mit dem Berliner Start-up-Inkubator „Factory“ vorgestellt wird. Industrienahe Start-ups präsentieren auf der Hannover Messe ihre Ideen.

Initiative Deutschland gewinnt PlakaDiva


Initiative Deutschland wurde für seine Digitalstrategie ausgezeichnet: Bei dem Wettbewerb der Out-of-Home Research & Services GmbH in Kooperation mit dem Fachverband Aussenwerbung e.V. (FAW) ging die begehrte PlakaDiva in Gold, verliehen durch eine Fachjury der Kreativ- und Mediabranche, an die Mediaagentur für die Werbekampagne „Made by you“, entworfen für Converse. Ausschlag gaben die kreative Inszenierung der Markenbotschaft, die individuelle Ansprache der Zielgruppe und die ausgesuchte Platzierung. Axel Wiehler, Geschäftsleiter Initiative Deutschland äußert dazu: „Unser Ziel war es, Converse vom etablierten Massenmarkt der Sportschuhe abzusetzen, um den Schuh wieder zu dem zu machen, was er einmal war: ein Symbol von Rebellion und Ausdruck von Individualität.“
Initiative hat eine Kampagne entworfen, der es gelang, die Zielgruppe individuell und zu jeder Tageszeit anzusprechen. So wurden werbefreie Flächen und ausgesuchte Standorte genutzt, die gleich mit mehreren verschiedenen Motiven und galerieartigen Akzenten durch Graffiti-Bemalung aufwarteten. Abgestimmt auf das jeweilige Viertel und die damit verbundenen Lebenswelten der Bewohner wurden die unterschiedlichen Motive konsequent aufeinander abgestimmt. Die Kampagne, die überwiegend im Out-of-Home-Bereich stattfand, wurde mit dem galerieartigen Ansatz in weiteren Medien (Digital, Print, Mobile und Kino) fortgesetzt. (ah)

Neues Psychologie-Magazin aus den Niederlanden


Bislang nur in den Niederlanden vertreten, erscheint das 116 Seiten starke Magazin 'PSYCHOLOGIE bringt dich weiter' seit dem 13. April nun auch hierzulande im zweimonatlichen Rhythmus.
Die Druckauflage des Magazins, welches sich an Leserinnen zwischen 25 und 49 Jahren mit hohem Bildungsniveau richtet, liegt bei 80.000 Exemplaren. Das Titelthema der ersten Ausgabe befasst sich mit der Frage, wie wichtig Treue ist. Außerdem erwartet die Leserschaft von 'PSYCHOLOGIE bringt dich weiter' ein breites Themenspektrum. Von Methoden gegen Selbstsabotage, bis hin zu einem neuen Programm für besseren Schlaf.
Darüber hinaus ergänzen Tests, Spiele und kreative Experimente die Ausgaben.
Der Launch des Magazins wird überwiegend durch Print-Anzeigen sowie durch PoS-Maßnahmen unterstützt. (ah)
 

"Die Verlage haben ihre Hausaufgaben gemacht"
 

"Die bleibend hohe Reichweitenstärke von Zeitschrifteninhalten auf allen Kanälen ist vor allem dem Zuwachs im Bereich Mobile zuverdanken." Das Fazit zog Stephan Scherzer, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), am Mittwoch auf der Jahrespressekonfernz in Berlin. Vor allem die Nutzung der Verlagswebsites auf mobilen Endgeräten verzeichne enorme Zuwächse: Mit einem Anstieg von 17,2 auf 27,3 Millionen User - von 37,8 Mio. User insgesamt - würden die Publikumszeitschriften ihre Position insgesamt ausbauen. "Deshalb sehen wir in diesem Jahr erstmals, dass Print- und Digitalreichweiten der 50 größten Publikumstitel gleich groß sind", so Scherzer. Er resümierte: "Die Verlage haben ihre Hausaufgaben gemacht."

Nach der vorgestellten Trendumfrage wollen 89 Prozent der befragten Verlage noch stärker in Mobile investieren. 71 Prozent wollen das Budget für Native Advertising erhöhen. Gleichwohl investieren die Befragten weiter auch in ihr Printgeschäft: 61 Prozent wollen neue Printtiel auf den Markt bringen. 91 Prozent davon denken an einen bis vier neue, neun Prozent wollen mehr als vier neue Titel launchen. Mit 1.589 Titeln zum Ende des ersten Quartals erreichte die Branche einen neuen Höchststand. 2015 erschienen 113 neue Titel, 78 wurden eingestellt. Im ersten Quartal 2016 gab es bereits 33 Neuerscheinungen bei drei Einstellungen.

Bei den Geschäftszahlen liege die Branche auf Vorjahresniveau. Die Verlage beschäftigten rund 60.000 Mitarbeiter und erzielten einen Gesamtumsatz in Höhe von 14,7 Milliarden Euro. 2014 waren es 15,1 Mrd. Euro. Als wichtigsten Grund für den Rückgang nannte Scherzer die Gesetze des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu ausländischen Medienbeteiligungen. Für dieses Jahr hoffen die Zeitschriftenverleger auf "Umsatzstabilität". Die Befragten erwarten, dass das Digitalgeschäft ein Umsatzplus von 16,7 Prozent erziele. Ansonsten sehen sie ein Plus von 10,7 Prozent, bei Vertrieb und Anzeigen ein Minus von 2,6 beziehungsweise 2,8 Prozent. Scherzer stellte fest, dass es den Verlagen durchaus gelinge, für Printpodukte höhere Preise durchzusetzen. Als Gefahr nannte er die Verbreitung von Adblcokern. Hier sei Deutschland Marktführer. "Das muss aufhören!"

Scherzer stellte die Kraft der Branche am Beispiel der aufgedeckten "Panama Papers" heraus. Er stellte klar: "Es gibt in Deutschland keine Lügenpresse, es gibt keine gleichgeschaltete Presse." In der Causa Böhmermann gestand Scherzer dem türkischen Präsidenten durchaus zu, zivilrechtlich gegen die Äußerungen im Schmähgedicht des Satirikers Jan Böhmermann vorzugehen. Für alles andere habe er kein Veständnis, etwa einem Antrag auf Strafverfolgung stattzugeben. Der VDZ unterstütze den Antrag, den umstrittenen Paragrafen 103 aus dem Strafgesetzbuch abzuschaffen. (gp)
 

Auszeichnung für Die ZEIT


„World’s Best-Designed Newspaper”. Diese Auszeichnung wurde der ZEIT am 9. April im Rahmen des Wettbewerbs „Best of News Design” durch die Society for News Design (SND) verliehen. Das Design der Zeitung habe schon in den letzten Jahren "mit anspruchsvoller, kluger und bescheidener Gestaltung" überzeugt, begründete die Expertenjury. Verantwortlich für das Design zeichnen die Art-Direktorinnen Haika Hinze und Malin Schulz. Weiter ließ die Jury verlauten: Die Gestaltung der Zeitung überrasche die Leser immer wieder, sei dabei aber nicht "prahlerisch oder laut". Der Hauptpreis in der Kategorie „World’s Best-Designed Newspaper” wurde außerdem an die kanadische „National Post“ vergeben.
Jeder Teilnehmer des Wettbewerbs musste fünf komplette Ausgaben aus fünf verschiedenen Monaten vorlegen, die unter anderem nach den Kriterien Schreibstil, Aufbau von Illustrationen, Grafiken und Überschriften bewertet wurden. (ah)
 

 

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